Insolvenzverwalter berichtet von vielen Interessenten
Neue Hoffnung für Hertie-Mitarbeiter

Für die gut 4 000 Mitarbeiter der insolventen Hertie gibt es neue Hoffnung. Die Kaufhauskette könnte gerettet werden. Insolvenzverwalter Biner Bähr glaubt, dass Hertie am Ende saniert werden könnte oder von einem Investor gekauft werde. Interessenten hätten bereits Kontakt mit ihm aufgenommen.

HB BERLIN. Bähr sagte der "Bild am Sonntag" laut Vorabmeldung: "Es haben sich schon viele Interessenten bei mir gemeldet, die Hertie übernehmen und dauerhaft fortführen wollen. Dabei handelt es sich um strategische Investoren und Finanzinvestoren." Im ersten Schritt werde er als Insolvenzverwalter allerdings versuchen, Hertie zu sanieren.

Wo Probleme zu erkennen seien, würden sie abgestellt. Man werde sich jede einzelne Filiale anschauen. Wenn sie schwarze Zahlen schreiben, werden sie laut Bähr fortgeführt. Bei Verlusten will der Insolvenzverwalter die Ursachen analysieren. "Nur wenn diese nicht zu beeinflussen sind, muss eine Filiale im Einzelfall und im Interesse des großen Ganzen notfalls auch geschlossen werden. Diese Prüfungen werden allerdings noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen", sagte Bähr.

In der Zwischenzeit werde der Geschäftsbetrieb normal fortgeführt. Die Lieferanten belieferten Hertie auch wieder. Vor allem für das anstehende Herbst- und Weihnachtsgeschäft sei das sehr wichtig.

Hertie wird nach Bährs Analyse am Ende überleben und gegebenenfalls an einen Investor verkauft werden - "aber nicht zum Schnäppchenpreis am Grabbeltisch". Hertie meldete in der vergangenen Woche Insolvenz an. Das Unternehmen betreibt 73 Filialen mit mehr als 4.100 Mitarbeitern, vor allem in mittelgroßen Städten mit Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland.

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