Insolvenzverwalter warnt
Kaum noch Chancen für Schlecker XL

Die Tage der insolventen Drogeriekette sind gezählt. Die Läden schließen. Nur für die aufpolierten Schlecker-XL-Märkte bestand noch Hoffnung. Doch der Insolvenzverwalter gibt nun eine düstere Prognose.
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DüsseldorfInsolvenzverwalter Werner Schneider sieht für einen Verkauf von Schlecker XL keine Chance mehr: "Die Gewerkschaften hatten für Schlecker und Schlecker XL einen gemeinsamen Tarifvertrag vereinbart." Damit hätten alle knapp 25 000 gekündigten Angestellten der Anton Schlecker e.K. die Chance, sich bei einem neuen Investor einzuklagen.

Letzte Rettung: Ein Käufer, der keine Drogerieware verkauft. Die insolvente Drogeriekette "Ihr Platz" soll, wenn es nach Insolvenzverwalter Werner Schneider geht, bald nach Österreich verkauft werden. Der Wiener Investor MTH Retail hat die besten Karten, auch wenn der Münchener Investor Dubag noch im Rennen ist.

Laut Schneider kostet "Ihr Platz" einen Investor einen zweistelligen Millionenbetrag. "Wenn Dubag eine sichere Finanzierung bringt, sind sie weiter im Rennen", sagt Schneider. "Wir haben ja nicht das Luxusproblem, dass 20 Bewerber Schlange stehen." Dubag wollte die Waren erst bezahlen, wenn sie verkauft sind und auch in Zukunft weitere Wareneinkäufe über Euler Hermes versichern.

Doch der französischen Versicherung, dem größten Gläubiger, war die Finanzierung von Dubag zu schwach, sie ließ den Deal platzen. Rein formal hat Dubag die Anteile an "Ihr Platz" von Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz gekauft, unter Vorbehalt der Gläubiger. Diesen Vertrag will Schneider in den nächsten Tagen wieder auflösen.

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