Interconnex und HKX
Privatbahnen kapitulieren vor Billig-Fernbussen

Die Hoffnung vieler Fahrgäste auf eine Konkurrenz zur maroden Deutschen Bahn hat ein Ende. Interconnex und HKX geben den Fernverkehr auf. Der Grund des Scheiterns ist eindeutig.
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DüsseldorfDie beiden einzigen Wettbewerber der Deutschen Bahn im Fernverkehr, Interconnex und HKX, geben den Fernverkehr auf. Grund sind die Kampfpreise der Fernbusse, die seit Anfang 2013 fahren dürfen. Interconnex wird nach Angaben des Betreibers Veolia Verkehr „in den nächsten Wochen entscheiden, ob und wie es weitergeht.“ Das sagte Deutschlandchef Christian Schreyer dem Handelsblatt.

Schreyer beklagt die ungleichen Wettbewerbsbedingungen zwischen Schiene und Straße bei der Personenbeförderung. So zahlen Fernbusse anders Lastwagen keine Maut, die Eisenbahnen dagegen müssen für die Nutzung der Trassen ein Entgelt entrichten.

Die Gewerkschaft Verdi kritisiert zudem eine angebliche Ausbeutung der Busfahrer. Vorgeschriebene Lenk- und Ruhezeiten würden demnach nicht eingehalten. Mit weitreichenden Folgen für die Bahn. „Der Fernverkehr auf der Schiene in seiner heutigen Form ist nur durch politische Entscheidungen zu retten“, sagt Schreyer.

Opfer des Preiskampfes gibt es ebenfalls schon unter den Fernbussen. Die Tochtergesellschaft der britischen National Express, „City2City“ hat angekündigt, den Betrieb im Oktober einzustellen.

Dieter Fockenbrock
Dieter Fockenbrock
Handelsblatt / Chefkorrespondent

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