Interesse an Hapag Lloyd
Kühne pocht nicht auf eigene Mehrheit am Logistikkonzern

Der Verwaltungsratspräsident und Mehrheitseigner des Logistikers Kühne+Nagel, Klaus-Michael Kühne, will nicht um jeden Preis an seiner Anteilsmehrheit von knapp 56 Prozent festhalten. „Bei größeren Übernahmen gibt es die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung“, sagte Kühne dem Handelsblatt.

oli ZÜRICH. „Ich klebe nicht an meiner Mehrheit", erklärte er weiter. „Ich möchte nur nicht, dass Kühne+Nagel zum Übernahmekandidaten wird. Das zu verhindern ist auch mit einem eigenen Anteil von 30 bis 40 Prozent möglich.“

Der Logistiker, der im Bereich Seefracht weltweit die Nummer eins ist, hat in seiner Sparte „Landverkehr“ Nachholbedarf. Hier will Kühne durch Akquisitionen wachsen, wobei er vor allem Mittelständler im Auge hat. Im Landverkehr durchlaufe das Unternehmen bislang eine Durststrecke, die auch defizitär sein könne. Als Ziel kündigte Kühne an, dass sich das Transportvolumen innerhalb der nächsten drei Jahre verdoppeln soll.

Kühne bekräftigte, dass auch die Reederei Hapag Lloyd, die derzeit zur Tui gehört, als Kandidat in Frage käme, an dem er sich beteiligen könnte. „Ich möchte verhindern, dass Hapag Lloyd ins Ausland verkauft wird“, sagte er. Mit einer Nachfolgeregelung will sich der 69-Jährige Zeit lassen. In anderthalb Jahren sei es an der Zeit, darüber nachzudenken.

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