Interessenten aus dem Handel sprangen ab
Nur noch Beteiligungsfirmen im Rennen um Karstadt-Häuser

Über den geplanten Verkauf der 75 kleinen Karstadt-Warenhäuser verhandelt Konzernchef Thomas Middelhoff inzwischen nur noch mit Investoren aus der Beteiligungsbranche.

HB ESSEN. Das erfuhr das Handelsblatt aus Verhandlungskreisen. Interessenten aus dem Handel, zu denen anfangs auch Peek & Cloppenburg sowie die Schwarz-Gruppe mit dem Discounter Lidl zählten, seien nicht mehr im Rennen. Dass der Finanzinvestor BC Partners abgesprungen sei, wie es bereits gemeldet wurde, bestätigten die Verhandlungskreise.

Ein Karstadt-Sprecher sagte, die Zahl der Bieter habe sich von neun auf vier reduziert. In den Verhandlungskreisen wurden diese Zahlen nicht bestätigt, es hieß aber, jeder der Verhandlungspartner in der letzten Runde habe eine Gesamtübernahme und den Weiterbetrieb der Häuser zugesichert. Der Verkauf werde zum Ende des dritten Quartals abgeschlossen. Karstadt-Quelle verspricht sich davon bis zu 600 Mill. Euro.

Nach Informationen des "Tagesspiegels" will Konzernchef Middelhoff im Zuge der Umwandlung der drei Konzern-AGs in GmbHs die Aufsichtsräte durch Beiräte ersetzen, deren Befugnisse deutlich geringer sind als die der bisherigen Kontrollgremien. Am Donnerstag sollten Vorstand und Aufsichtsrat der Holding über die neue Struktur beraten. Middelhoff hatte den Umbau vorgeschlagen, um Planungs- und Abstimmungsprozesse zu vereinfachen. Bisher existieren unterhalb der Karstadt-Quelle-Holding die Neckermann AG, die Quelle AG und die Warenhaus AG.

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