Internationale Möbelmesse: Möbelbranche: Trendwende befohlen

Internationale Möbelmesse
Möbelbranche: Trendwende befohlen

Seit Jahren geizen die Konsumenten beim Möbelkauf. Geht es nach dem Präsidenten des Bundesverbandes des Deutschen Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels (BVDM), Hans Strothoff, ist damit ab sofort Schluss. Für 2006 erwartet der Verbandschef ein Umsatzplus von annähernd 3 Prozent.

KÖLN. Im Grunde genommen kennt die Möbelbranche seit Jahren nur eine Richtung – die nach unten. Die Kunden halten sich bei Investitionen in Einrichtungsgegenstände dezent zurück; die Umsatzrenditen sind mickrig. Kurios dabei: Während die Umsätze in den vergangenen zehn Jahren um 12,9 Prozent geschrumpft sind, wuchs die Verkaufsfläche um 17,9 Prozent.

Dennoch verbreitet Hans Strothoff auf der internationalen Möbelmesse (imm) in Köln Zuversicht für das gerade erst begonnene Jahr 2006. „Nicht erschrecken, aber ein Umsatzwachstum von bis zu 3 Prozent in diesem Jahr ist durchaus drin“, sagt der Verbandschef. Einrichten sei wieder „in“, das zeigten die Gespräche mit Händlern und Kunden gleichermaßen. Auch die Tatsache, dass - RTL und ProSieben lassen grüßen – das Thema Wohnen und Einrichten in den Medien derzeit sehr präsent ist, belege die wachsende Beliebtheit der eigenen vier Wände, sagt Strothoff. Zudem werde die Mehrwertsteuererhöhung in 2007 für das laufende Jahre positive Effekte haben.

Das Ende der Rabattschlachten ist nach Ansicht von Hans Strothoff erreicht: „Es gibt viele erfolgreiche Handelsunternehmen, die nicht auf Rabatte setzen, sondern auf Mehrwert und Marke.“ Bedeutsam für die Möbilbranche sei zudem, dass die Konzentration im Handel nicht weiter zunehme. Die größten 20 Unternehmen haben heute einen Marktanteil von 47 Prozent. Vor fünf Jahren waren es 35 Prozent. Die mittelständischen Unternehmen müssten erhalten bleiben.

Christian Panster
Christian Panster
Handelsblatt Online / Ressortleiter Finanzen
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