Internationale Tourismusbörse in Berlin
Reisebranche freut sich über Boom

Deutschland-Tourismus ist auch im Nach-WM-Jahr beliebt. Weltweit boomen vor allem die Regionen Naher Osten und Asien Pazifik. Nach einer Studie des World Economic Forum wird die Klimaschutz-Debatte auch für den Tourismus immer wichtiger.

BERLIN. Nach Kriegen, Krisen und Krankheiten wie der Vogelgrippe hat die Reisebranche weltweit neuen Mut gefasst. Auf der heute in Berlin beginnenden Internationalen Tourismusbörse (ITB) wird sie sich weithin optimistisch präsentieren – und kann das auf entsprechende Zahlen stützen. Im vergangenen Jahr stiegen die „touristischen Ankünfte“ nach Angaben der World Tourism Organization der Uno gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf fast 900 Millionen; das sei ein neues Rekordhoch.

Wachstumsmotoren seien vor allem die Regionen Naher Osten und Asien-Pazifik mit zweistelligen Zuwachsraten. Aber auch hier zu Lande breitet sich milder Optimismus aus. Das Fußball-WM-Jahr 2006 habe den Deutschland-Tourismus beflügelt, befand die Chefin der Deutschen Zentrale für Tourismus, Petra Hedorfer, zur ITB. Und 2007 habe der deutsche Markt dann „seine Flugtauglichkeit unter Beweis gestellt“.

Mit so schönen Sprachbildern kann auch das ansonsten eher klagende Hotelgewerbe aufwarten. Fritz Dresen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA) und mittelständischer Hotelunternehmer in Bonn-Bad Godesberg, stellte gestern fest: „Der Kick für die Hotellerie durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 konnte in das Jahr 2007 verlängert werden.“ Die Hotellerie in Deutschland bleibe auf Wachstumskurs. Tourismus-Werber und Gastronomen erfreut gleichermaßen, dass auch ohne Kicker-Ereignis die Zahl der ausländischen Gäste weiter um über drei Prozent gestiegen ist.

Da nimmt die Branche relativ gelassen in Kauf, dass steigende Auslastung und seit der WM angehobene Zimmerpreise nicht auch bessere Betriebsergebnisse ermöglichten. Die Mehreinnahmen würden von der „explodierenden Kostenentwicklung“ aufgefressen – insbesondere beim Personal und bei der Energie. Gleichwohl bleibt das Beherbergungsgewerbe, das laut IHA-Angaben im vergangenen Jahr einen Nettoumsatz von über 16 Milliarden Euro erzielte, auf Wachstumskurs. Trotz bestehender Überkapazitäten, Verdrängungswettbewerb und eines gegenüber den europäischen Nachbarn immer noch bescheidenen Preisniveaus wird kräftig investiert.

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