Internationales Geschäft größter Wachstumstreiber
Wal-Mart investiert in Deutschland

Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart verbucht dank starker Auslandsergebnisse und eines soliden Geschäfts im US- Markt Rekordergebnisse.

HB/dpa BENTONVILLE. Das internationale Geschäft habe die höchsten Wachstumsraten ausgewiesen, teilte die Wal-Mart Stores Inc. nach Abschluss des ersten Halbjahres in Bentonville (Arkansas) mit. Der weltweit größte Handelskonzern will daher mit weiteren Investitionen in seine Standorte und Logistik auch sein Engagement in Deutschland festigen. Deutschland-Chef Kay Hafner sagte in Wuppertal, mit der Inbetriebnahme des zweiten Logistikzentrums in Bingen, der Eröffnung eines zweiten Supercenters in Berlin im nächsten Frühjahr und der planmäßigen Modernisierung weiterer Stores verstärke Wal-Mart Germany seine Investitionen in Deutschland.

Der Konzernumsatz stieg in dem am 31. Juli beendeten zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2003/2004 um 11,3 Prozent auf 62,6 Milliarden Dollar (55,6 Mrd Euro). Wal-Mart verdiente 2,4 Milliarden Dollar oder 21 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 56 (Vorjahr: 45) Cent. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft betrug 2,3 (2,0) Milliarden Dollar. Wal-Mart verdiente auf dieser Basis 52 (45) Cent je Aktie und erfüllte damit die Erwartungen der Wall-Street.

Der Halbjahresumsatz stieg um 10,5 Prozent auf 119,4 Milliarden Dollar. Der Halbjahresgewinn betrug 4,3 (Vorjahr: 3,7) Milliarden Dollar oder 98 (82) Cent je Aktie.

Wal-Mart hatte am 23. Mai den Lebensmittelgroßhändler McLane Company an den Mischkonzern Berkshire Hathaway des amerikanischen Multimilliardärs Warren Buffett verkauft. Die McLane- Geschäftsergebnisse wurden deshalb ausgeklammert. Der Verkauf der Tochterfirma erhöhte den Wal-Mart-Gewinn um vier Cent je Aktie. Konzernchef Lee Scott verwies auf die Rekordumsätze und -gewinne, die Umsatzsteigerung von fast 6,4 Milliarden Dollar im zweiten Quartal und auf den um 16 Prozent gestiegenen Quartalsgewinn aus dem laufenden Geschäft.

Das Unternehmen hat im zweiten Quartal bei der Wal-Mart-Sparte den Umsatz um 10,2 Prozent auf 42,6 Milliarden Dollar gesteigert, beim Sam's Club mit seinen großen Discount-Läden um 7,7 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar und in seiner Auslandssparte sogar um 18,8 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar.

Über eine Millionen Mitarbeiter

Das internationale Geschäft brachte einen operativen Gewinn von 561 Millionen Dollar, ein Plus von 18,9 Prozent. Wal-Mart verdiente im Ausland in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 945 Millionen Dollar oder 16,5 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Der Auslandsumsatz erhöhte sich in dieser Zeit um 16,6 Prozent auf 21,8 Milliarden Dollar.

Wal-Mart hat inzwischen in den USA 3445 Geschäfte und beschäftigt 1,1 Millionen Mitarbeiter. Die Gesellschaft verfügt im Ausland über 1305 Geschäfte mit 300 000 Beschäftigten. In Deutschland gibt es 92 Wal-Mart-Geschäfte.

Der globale Branchenführer ist außerdem in Japan zu 35 Prozent an der Seiyu Ltd. beteiligt, die mehr als 400 Geschäfte betreibt. Wal-Mart hat eine Option, sich mit bis zu 66,7 Prozent an dem japanischen Einzelhändler zu beteiligen.

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