Internationalisierung
Messen suchen Wachstum im Ausland

Weil im Inland die Wachstumsmöglichkeiten beschränkt sind, setzen deutsche Messen, vor allem die Großmessen, zunehmend auf das Ausland als Wachstumsmotor. Besonders in Asien und Osteuropa sehen die Veranstalter großes Potenzial.

FRANKFURT. Die Messe Frankfurt hat ehrgeizige Pläne im internationalen Geschäft. Im Jahr 2010 will die Messegesellschaft 150 Mill. Euro im Ausland umsetzen. Durch Akquisitionen könnten sogar 200 Mill. Euro daraus werden, so die Prognose von Messechef Michael von Zitzewitz. Das würde eine Verdopplung des diesjährigen Auslandsumsatzes von gut 100 (2005: 89) Mill. Euro bedeuten.

Der Konzernumsatz, der in diesem Jahr mit rund 400 Mill. Euro veranschlagt ist, soll bis 2010 auf 500 bis 550 Mill. Euro steigen. Damit würde der Beitrag des Auslands von rund einem Viertel in diesem Jahr auf 30 bis 40 Prozent weiter zunehmen. Schon von 1999 bis 2006 ist das Konzernwachstum wesentlich aus dem Ausland gekommen. An den 125 Mill. Euro Umsatzzuwachs dieser Jahre war das internationale Geschäft mit 85 Mill. Euro beteiligt. Und die rund 40 Mill. Euro Inlandsplus entstanden teilweise durch Akquisitionen.

Auch andere deutsche Messen, vor allem die Großmessen, setzen zunehmend auf das Ausland als Wachstumsmotor. So kam die Düsseldorfer Messe 2005 bereits auf einen Auslandsanteil am Konzernumsatz von 30 Prozent. Und Kölns Messechef Jochen Witt postuliert: „In der Internationalisierung liegt einer unserer wichtigsten Wachstumspfade.“ Auch Manfred Wutzlhofer, Chef der Münchener Messegesellschaft, will das Auslandsgeschäft dynamisch ausbauen.

Insgesamt sind im kommenden Jahr 203 Messen deutscher Veranstalter im Ausland geplant, meldet der Branchenverband Auma. Regionale Schwerpunkte sind Süd- und Ostasien mit 87, die mittel- und osteuropäischen Länder außerhalb der EU mit 53 sowie der Nahe Osten mit 20 Veranstaltungen. Der Riesenmarkt Nordamerika steht nur mit 11 Messen auf dem Plan.

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