Interner Brief
Lufthansa-Management fordert mehr Gewinn

Es ist ein internes Rundschreiben, das aufhorchen lässt: Ohne Umschweife räumt das Management von Lufthansa ein, dass es zuletzt Qualitätsdefizite gegeben habe. Jetzt soll ein besseres Ergebnis erwirtschaftet werden.
  • 1

FrankfurtDie Lufthansa schwört ihre Belegschaft auch nach einem starken zweiten Quartal weiter auf den eingeschlagenen Sparkurs ein und mahnt mehr Gewinn an. "Hohe Passagierzahlen und Sitzladefaktoren sagen leider nichts darüber, was unterm Strich in der Kasse übrigbleibt", zitiert der "Spiegel" aus einem offenen Brief von Vorstandschef Christoph Franz und Passage-Chef Carsten Spohr an die Mitarbeiter. "Und das reicht weiterhin nicht aus, um die erforderlichen Investitionen stemmen zu können, die wir benötigen, um auch in Zukunft als Premium-Airline die Nase vorn zu haben."

Eine Sprecherin der Lufthansa bestätigte die Existenz des Briefs, der Anfang August im Intranet der Airline veröffentlicht worden sei.

Für das zweite Quartal hatte die Fluggesellschaft am Donnerstag einen Anstieg des operativen Gewinns um 27,6 Prozent auf 361 Millionen Euro bekanntgeben. Starke Geschäfte der Techniksparte und Einmalerträge im Zuge des Umbaus der Tochter Austrian Airlines hatten das Ergebnis angekurbelt. Die Lufthansa hat ein umfangreiches Sparprogramm aufgelegt, um im Wettbewerb mit Billigfliegern wie Ryanair und schnell wachsenden Rivalen wie Emirates nicht ins Hintertreffen zu geraten. Zudem versucht die Airline damit, den drückenden Ausgaben für Kerosin gegenzusteuern.

Zudem gingen die Vorstände in dem Brief auf die Produktqualität der Lufthansa ein. Man wisse, dass man in den vergangenen Jahren nicht immer "überzeugend" dem "Qualitätsanspruch der Marke Lufthansa" gerecht geworden sei, heißt es in dem Schreiben. So hätten Wettbewerber an einigen Stellen die Lufthansa "zumindest eingeholt". Die Manager wollen nun drei Milliarden Euro in das "Produkterlebnis" investieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Interner Brief: Lufthansa-Management fordert mehr Gewinn"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Keine Steuern zu zahlen wäre doch ein Traum für die Lufthansa Manager. Es wäre machbar.

    Würde der Staat, wie es ihm eigentlich zustände, sein eigenes Geld aus der Luft schöpfen und dieses Monopol NICHT den Privatbanken überlassen,
    müsste er es sich nicht für teures Geld = ZinsesZins borgen und wir bräuchten dann ALLE KEINE Steuern zu bezahlen.

    Unser GANZES Leben wird also nicht von der Politik, sondern von den Banken bestimmt. Ein einzigartiges Betrugssystem. Der ESM hat nahezu die gleichen Strukturen wie die FED. Die Versklavung wird damit auf EU Ebene hochgefahren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%