Internet-Apotheke verlangt Rabatte
DocMorris verklagt Pharma-Konzerne

Die deutschen Pharma-Konzerne wollen der Internet-Apotheke DocMorris keine Rabatte gewähren. Einem Bericht zufolge will der Versandhändler die Preisnachlässe jetzt einklagen.

HB BERLIN. Die Internet-Versandapotheke DocMorris will gegen 40 Pharma-Konzerne auf Liefer-Rabatte in Millionenhöhe klagen. "Die Klage gegen Procter & Gamble liegt bereits beim Gericht. Die anderen 39 Klagen gehen die nächsten 14 Tage raus", sagte DocMorris-Chef Ralf Däinghaus der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die in den Niederlanden zugelassene Internet-Apotheke will Pharma-Unternehmen wie Aventis, Bayer, Merck oder Novartis zwingen, Rabatte in Millionenhöhe auf gelieferte Arzneimittel zu erstatten. So schreibe es das deutsche Recht vor.

Die Pharma-Industrie argumentiere jedoch, Anspruch auf Rabatte hätten nur deutsche "Leistungserbringer". Das lasse er aber nicht gelten, sagte Däinghaus weiter. Er will sich die geforderten sechs Prozent Rabatt daher vor Gericht erstreiten.

Die Verhandlungen zwischen DocMorris und deutschen Krankenkassen kämen indes gut voran: Mit der Gmünder Ersatzkasse hat Däinghaus dem Bericht zufolge einen Vertrag unterzeichnet, demzufolge die Kasse ihm die Rabatte für Rezepte von Versicherten erstattet, wenn diese ihre Medikamente bei DocMorris bestellen.

Weitere Vertragsabschlüsse sollen demnächst folgen, sagte Däinghaus: "Intensive Gespräche" gebe es mit der Barmer, der Techniker-Krankenkasse und anderen großen AOK.

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