Internet bei der Bahn: Bis Ende 2016 wird die ICE-Flotte umgerüstet

Internet bei der Bahn
Das neue Surfen im ICE hat weiter Grenzen

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Bis Ende 2016 wird die ICE-Flotte umgerüstet

Was kann den Internet-Nutzer ausbremsen?

Insgesamt soll der Internet-Zugang im ICE „deutlich schneller und stabiler“ werden als bisher, verspricht die Bahn. Es gilt aber auch: Je mehr Geräte am zuginternen WLAN hängen, desto geringer die Bandbreite für jeden Einzelnen. Außerdem sind die Mobilfunknetze entlang der ICE-Trassen unterschiedlich stark. „Wir können nur das einsammeln, was da draußen ist. Weiterhin ist das eine Begrenzung unseres Systems“, erläutert Bahn-Fernverkehrschefin Birgit Bohle.

Zehn Megabit pro Sekunde sieht die Bahn als minimale Bandbreite an, um allen Fahrgästen noch eine halbwegs komfortable Internet-Verbindung ermöglichen zu können. An 15 Prozent der ICE-Strecken werde das jedoch auch mit der neuen Technik nicht erreicht. Auf diesen Abschnitten kann eine Verbindung abreißen, muss es aber nicht, denn oft sind die Lücken nur kurz und deshalb kaum spürbar.

Wie weit ist die Bahn mit der Umrüstung?

Die neue WLAN-Technik ist nach Angaben der Bahn in 90 Prozent der 250 ICE eingebaut, bis Jahresende sollen alle Züge der Flotte umgerüstet sein. Die Bahn investiert in diese Technik und ein neues Unterhaltungsprogramm mit Spielfilm-Angeboten rund 120 Millionen Euro.

Was ändert sich noch, zum Beispiel beim Telefonieren?

Der Abbruch von Telefonaten in ICE und Intercitys soll bald die Ausnahme sein. Dafür installiert die Bahn in 3750 ICE- und Intercity-Wagen – dem Großteil ihrer Flotte – neue Signalverstärker (Repeater) für den Mobilfunk. In einem ersten Schritt werden bis Sommer 2017 in den Handy-Bereichen der ICE die alten Repeater durch neue ersetzt. Bis Ende 2018 sollen die übrigen Wagen folgen.

Neu ist auch, dass die Fahrgäste dank der Repeater den Internet-Datentarif ihres eigenen Anbieters nutzen können. Sie haben so außer dem Bahn-WLAN eine Zusatzmöglichkeit zum Surfen. Repeater sind zum Datenaustausch für Handys nötig, weil die Außenhüllen der Fernzüge nahezu undurchlässig für Mobilfunksignale sind.

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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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