Internet bringt mehr Päckchen
Österreichische Post profitiert vom Onlinehandel – noch

Wegen des Mailverkehrs bricht das Briefgeschäft ein, andererseits bringt der Onlinehandel mehr Paketsendungen. 2013 bescherte der österreichischen Post höhere Gewinne und Dividenden, doch 2014 müssen Angestellte bluten.
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WienDie Österreichische Post hat ihren operativen Gewinn im vergangenen Jahr dank des wachsenden Paketgeschäfts leicht gesteigert. Das Betriebsergebnis legte bei einem stagnierenden Umsatz von 2,4 Milliarden Euro um zwei Prozent auf 186 Millionen Euro zu, wie das teilstaatliche Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zwar machten der Post auch weiterhin das schrumpfende Briefgeschäft zu schaffen, weil Firmen und Privatpersonen immer mehr E-Mails schreiben. Doch im vergangenen Jahr profitierte die Firma von der Flut an Informationsschreiben für die Parlamentswahlen und für eine Volksbefragung.

Zudem beflügelt der boomende Online-Handel das Geschäft: Viele Kunden bestellen ihre Waren verstärkt bei Anbietern wie Amazon im Internet – ausgeliefert werden sie dann von der Post. Der Nettogewinn stagnierte im vergangenen Jahr bei 124 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen dennoch eine um zehn Cent auf 1,90 Euro erhöhte Dividende erhalten. Davon profitiert auch der österreichische Staat, der 52,8 Prozent an der Firma hält und damit Dividenden von insgesamt knapp 70 Millionen Euro erhält.

„Auch in Zukunft werden wir das Wachstum im Paketgeschäft und im internationalen Geschäft forcieren, um die Rückgänge durch das sinkende Briefvolumen zu kompensieren“, sagte Firmenchef Georg Pölzl. Im laufenden Jahr will die Firma ihr Betriebsergebnis bei einem stabilen Umsatz weiter steigern. Dabei helfen könnte auch der Stellenabbau: Die Post hatte bereits angekündigt, im laufenden und im kommenden Jahr 200 bis 400 Stellen zu streichen. Gelingen soll das, indem frei werdende Stellen nicht nachbesetzt werden.

Auch die Deutsche Post erhofft sich durch den boomenden Online-Handel und dank einer Portoerhöhung im laufenden Jahr einen Gewinnzuwachs.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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