Internetkaufhaus bremst internationale Expansion
Amazon will Schmuck und Kleider verkaufen

Der Internet-Händler Amazon verzichtet auf die Expansion in neue Länder und will stattdessen seine bestehenden Webseiten ausbauen.

HB MÜNCHEN. „In den Ländern, in denen wir bereits sind, werden wir die Zahl der angebotenen Warenkategorien erhöhen. Die restlichen Märkte werden vorerst über den Export bedient“, sagte Diego Piacentini, verantwortlich für den weltweiten Vertrieb bei Amazon, dem Handelsblatt. Damit wandte er sich gegen Spekulationen, wonach Amazon mittelfristig eine spanische oder italienische Webseite einführen könnte.

Amazon verkauft über das Internet Produkte wie CDs und DVDs, Elektronik, Bücher und Haushaltsartikel. Nun plant der Konzern auch in Deutschland eine Ausweitung des Angebots. „Auf der deutschen Webseite würde ich gerne Kleider, Schmuck und Sportartikel anbieten“, sagte Piacentini. Einen Zeitpunkt für die Einführung nannte er nicht.

Eine Ausnahme bei der internationalen Expansion von Amazon bildet China, wo der Online-Händler seit gut einem halben Jahr Fuß zu fassen versucht. Dazu hatte das Unternehmen mit Sitz in Seattle für 75 Mill. Dollar den einheimischen Konkurrenten Joyo.com gekauft. Diese Investition sei sehr langfristig angelegt, sagte Piacentini. Noch habe Amazon Probleme mit der langsamen und unzuverlässigen Logistik vor Ort.

Analysten sind sich einig, dass es für Amazon schwerer wird, seine Position als weltweit führender Internethändler zu verteidigen: „Amazon muss neue Warenkategorien erschließen, denn da kommt das Wachstum her“, sagt Jaap Favier von Forrester Research. Dadurch setze sich der Konzern aber auch neuer Konkurrenz aus – zumal die Konsumenten größere Einkäufe immer noch bevorzugt nicht über das Internet tätigten. Selbst Produkte wie Schuhe und Kleider gelten bei Forrester als wenig internet-kompatibel.

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