Investitionen angekündigt
Post macht sich in Russland breit

In den kommenden vier Jahren will die Deutsche Post rund 250 Millionen Dollar in Russland investieren. So soll das Express- und Logistikgeschäft in dem Land angekurbelt werden. Zukäufe plant der Konzern aber nicht.

HB DÜSSELDORF. Der Konzern sehe in Russland großes Wachstumspotenzial, sagte Post-Chef Klaus Zumwinkel am Mittwoch in Moskau. Die Express-Tochter DHL habe dort im ersten Quartal 2006 die Anzahl der verschickten Sendungen um mehr als 30 Prozent gesteigert. „Russland ist ein wichtiger Baustein in unserer globalen Wachstumsstrategie“, hob Zumwinkel hervor.

Mit Hilfe der Investitionen sollten die Infrastruktur ausgebaut und neue Produkte angeboten werden. Noch im laufenden Jahr solle ein neues Fracht-Terminal nahe Moskau eröffnet werden, hieß es. 2008 sollten zwei weitere Terminals folgen. Zukäufe habe der Konzern in Russland aber nicht im Visier, sagte der für das Land zuständige DHL-Manager Garry Kemp. Vielmehr setze die Deutsche Post auf organisches Wachstum.

Die 2002 von der Post übernommene DHL kann auf eine lange Geschichte in Russland zurückblicken. Bereits 1984 nahm das Unternehmen in der damaligen Sowjetunion die Arbeit auf. 2005 lieferte DHL in Russland rund 5,4 Mill. Sendungen.

Zumwinkel steuert die Post im Ausland auf Expansionskurs, um ihre Abhängigkeit vom Ende 2007 auslaufenden Briefmonopol in der Bundesrepublik zu beenden. Der Konzern fuhr im ersten Quartal knapp 58 Prozent seines Umsatzes von 14,8 Mrd. Euro außerhalb des Heimatmarktes ein. In Deutschland hatte die Post zuletzt versucht, mit gesenkten Preisen bei Paketen Konkurrenten anzugreifen. Dagegen wehren sich indes die Wettbewerber. Die Bundesnetzagentur prüft bereits die niedrigeren Paketpreise. Die mit dem Versand von Presseerzeugnissen ins Ausland befasste Global Press Distribution (GPD) warf der Post am Mittwoch Preisdumping vor und kündigte an, Beschwerde bei der EU-Kommission einzulegen.

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