Investitionsfirma Temasek auf Einkaufstrip in Asien
Singapur schickt Staatsholding auf Expansionskurs

Seit 2002 managt Madam Ho Ching als Chief Executive Officer die mächtigste Investitionsfirma des Stadtstaates Singapur - Temasek Holdings. Sie gilt im Land als die einflußreichste Frau.

HB DELHI/SINGAPUR. Ho Ching will Temasek von einer Vermögensverwaltung des Staates zum Global Player trimmen: „Wir suchen aktiv in der Region Südostasien und in ganz Asien Allianzen mit strategischen Partnern. Wir sehen das Wachstumspotenzial des Kontinents positiv.“

Ihre Investitionsoffensive hat sie im vergangenen Jahr gestartet. Temasek investierte in China, Indien, Indonesien, Malaysia und Thailand teils hohe dreistellige Millionenbeträge in US-Dollar. Mit dem staatlich gelenkten Kapitalexport verfolgt Singapur zwei strategische Ziele. Die Unternehmen des Mini- Stadtstaats, denen die Hinterland- Märkte fehlen, sollen vom Aufstieg Indiens und Chinas zu weltwirtschaftlichen Weltmächten profitieren. Zugleich will Singapur mit stärkeren Kapitalverflechtungen seine Stellung als Wirtschaftszentrum in Asien festigen.

Dabei muss Ho Temaseks Image als Staatsladen überwinden. „Wir müssen Temasek entmystifizieren“, verkündigt sie. Temasek, seit der Gründung 1974 dem Finanzministerium unterstellt, steht im Ruf einer Investitionsagentur mit undurchsichtigem Geschäftsgebaren, die als verlängerter Arm der Singapurer Regierung dient. „Das ist ein Image, das im Zeitalter der Globalisierung sicherlich nicht förderlich ist“, weiß Chandru Rajam, Asien-Analyst der Economist Corporate Network in Singapur.

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