Investitionsruine
Fraport-Mitarbeiter nach Investition in Philippinen angeklagt

Im Streit um ein gescheitertes Terminalprojekt am Flughafen der philippinischen Hauptstadt Manila Anklage sind inzwischen Angestellte des Frankfurter Airport-Betreibers Fraport selbst Ziel von juristischen Klagen geworden. Das gescheiterte Projekt ist ein Sinnbild für die rechtlichen Unwägbarkeiten und Fallstricke , die ausländische Investoren auf den Philippinen erwarten können.

HB MANILA. Die Strafverfolger werfen den Fraport-Mitarbeitern vor, den Betrieb der Anlage in Alleinregie geplant zu haben. Sie sollen unerlaubte Absprachen mit Vertretern des philippinischen Terminalbetreibers Piatco getroffen haben, um den Bodenservice, die Betankung sowie Verpflegungsdienste zu monopolisieren. Auch Piatco-Mitarbeiter gehören zu den Beschuldigten. Ein Fraport-Sprecher wies die Vorwürfe indes als unhaltbar zurück. Die Beschuldigungen seien zudem nicht neu.

Das gescheiterte Terminal-Projekt ist mittlerweile zu einem Sinnbild für die rechtlichen Unwägbarkeiten und Fallstricke geworden, die ausländische Investoren auf den Philippinen erwarten können. Ein Piatco-Konsortium unter der Führung von Fraport hatte das Terminal ursprünglich gebaut und sollte es auch betreiben. Obwohl es eigentlich bereits 2002 eröffnet werden sollte, ist es aber bis heute nicht in Betrieb. In dem erbitterten Streit um die Verträge hatte die philippinische Regierung im Dezember 2004 das Terminal schließlich beschlagnahmt. Anschließend musste die Regierung die für März vorgesehene Inbetriebnahme erneut verschieben, nachdem ein Teil der Decke in der Ankunftshalle herabgestürzt war. Außerdem sind die Kosten des Projekts aus dem Ruder gelaufen.

Im Februar hatte das Oberste Gericht der Philippinen den Betriebsstart des Terminals von einer Zahlung von drei Mrd. Peso (45 Mill. Euro) an das Fraport-geführte Konsortium abhängig gemacht. Der Frankfurter Flughafenbetreiber hat in dem Streit mittlerweile ein Schadensersatz-Verfahren bei der Weltbank in Washington eingeleitet. Dort verlangt das Unternehmen 425 Mill. Dollar von der philippinischen Regierung.

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