Investoren enttäuscht
Teurer Sprit bremst Delta Airlines

Die Lage bei Delta Airlines ist mit einem Gewinnplus im dritten Quartal besser als die der Konkurrenten. Dennoch machen der Fluggesellschaft hohe Treibstoffkosten zu schaffen. Finanzvorstand Halter kündigte Sparmaßnahmen an.
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AtlantaDer US-Fluggesellschaft Delta Airlines machen die gestiegenen Ölpreise und die unsicheren Wirtschaftsaussichten zu schaffen. Zwar konnte das Unternehmen aus Atlanta im dritten Quartal seinen Gewinn deutlich steigern. Die Zahlen enttäuschten aber Investoren. Die Aktie gab am Dienstag im frühen Handel um mehr als vier Prozent nach. Wie das Unternehmen mitteilte, stiegen die Treibstoffkosten im dritten Quartal um 42 Prozent.

Finanzvorstand Hank Halter erklärte, Delta erwarte auch im kommenden Jahr hohe Ölpreise und eine unsichere Wirtschaftslage. Die gestiegenen Spritkosten will das Unternehmen mit Sparmaßnahmen in anderen Bereichen ausgleichen. Die Branche in den USA insgesamt kürzt Serviceleistungen, rangiert unrentable Maschinen aus und erhöht Ticketpreise.

Der Analyst Matthew Jacob von ITG Investment Research sagte, es gebe nicht viel, was Fluggesellschaften tun könnten, um Geld zu sparen. „Sie versuchen, andere Kosten zu stutzen, aber auch diese steigen leicht an.“

Trotz der unsicheren Konjunktur halten Delta die Geschäftsreisenden die Treue, wie das Unternehmen mitteilte. Unter anderem weil Delta höhere Preise verlangte, stieg der Quartalsgewinn auf 549 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum betrug er 363 Millionen Euro. Der Umsatz legte um zehn Prozent auf 9,8 Milliarden zu. Delta erwartet nach eigenem Bekunden auch zum Jahresende einen Gewinn.

Delta ist in einer besseren Lage als Konkurrenten wie Southwest Airlines oder die Muttergesellschaft von American Airlines, AMR . Beide mussten in der vergangenen Woche einen Quartalsverlust bekanntgeben. Die Deutsche Lufthansa , die mit Delta und Amerian Airlines auf Transatlantikverbindungen konkurriert, will am Donnerstag ihre Zahlen vorlegen. Das operative Ergebnis dürfte Analysten zufolge um gut 25 Prozent auf 584 Millionen Euro zurückgegangen sein. Beim Umsatz gehen die Experten von einem Anstieg von knapp sieben Prozent auf gut acht Milliarden Euro aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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