Iren expandieren Billigkette Primark will den US-Modemarkt erobern

Die Preise sind niedrig, der Absatz riesig: Primark ist in Europa sehr erfolgreich. Nun will die irische Billig-Modekette einen weiteren Markt erschließen und plant Filialen in Übersee.
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Bekannt für seine braunen Papiertüten: Die Billig-Moderkette Primark verkauft ab 2015 Kleidung auch in den USA. Quelle: Reuters

Bekannt für seine braunen Papiertüten: Die Billig-Moderkette Primark verkauft ab 2015 Kleidung auch in den USA.

(Foto: Reuters)

LondonDie irische Billig-Modekette Primark plant ihren Markteintritt in den USA. Im Nordosten der Vereinigten Staaten solle „eine gewisse Zahl“ von Geschäften eröffnet werden, erklärte der Präsident des Mutterkonzerns Associated British Foods (ABF), Charles Sinclair, am Mittwoch. Der erste Laden werde ein historisches Gebäude im Stadtzentrum der Metropole Boston beziehen und solle Ende 2015 seine Türen öffnen.

Primark mit Hauptsitz in Dublin verzeichnet dank sehr niedriger Preise einen wachsenden Umsatz. Die Kette unterhält Läden in neun europäischen Ländern, auch in Deutschland. Zuletzt war Ende 2013 Frankreich als neuer Standort hinzu gekommen.

Nach der Ankündigung der US-Pläne legte die ABF-Aktie an der Londoner Börse deutlich zu. Der Mischkonzern handelt neben Mode unter anderem mit Zucker.

Das sind die zehn größten Modehändler der Welt
10. Platz – El Corte Inglés
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Umsatz: 14,671 Milliarden US-Dollar

Die Warenhauskette mit Hauptsitz in Madrid wurde 1890 gegründet und ist am stärksten in Spanien und Portugal vertreten. Übersetzt heißt El Corte Inglés „Der englische Schnitt“. Zu der spanischen Firma gehören neben dem Modelabel Sfera noch Supermärkte, Versicherungen und sogar ein IT-Unternehmen. In dem Umsatz des Unternehmens sind auch die Erlöse aus den anderen Bereiche eingeflossen.

Die Unternehmensberatung Deloitte hat die größten Mode-Einzelhändler anhand ihres Umsatzes 2012 ermittelt.

9. Platz – Gap
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9. Platz – Gap

Umsatz: 15,651 Milliarden US-Dollar

Zu dem amerikanische Modehaus Gap gehören auch die Ketten Banana Republic, Old Navy und Forth & Towne. In den USA ist Gap absatzstark, das Geschäft in Deutschland stellte die Modekette jedoch 2004 ein und verkaufte an den Konkurrenten H&M.

8. Platz – Marks and Spencer
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Umsatz: 15,852 Milliarden US-Dollar

Bei einem außergewöhnlichen PR-Gag ließ „Marks and Spencer“ Models mit Schafen vor ihrem größten Kaufhaus in London auflaufen. Zum damaligen Zeitpunkt fand die „Wool Week“ der Kaufhauskette für Mode und Einrichtung statt. Weltweit ist das britische Unternehmen nach eigenen Angaben in 42 Ländern vertreten und bedient wöchentlich 21 Millionen Kunden.

Wie auch bei „El Corte Englès“ enthalten die Angaben zum Umsatz alle Unternehmensbereiche – nicht nur die Mode.

7. Platz– H&M
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Umsatz: 17,800 Milliarden US-Dollar

Hennes und Mauritz ist ein schwedisches Unternehmen mit Hauptsitz in Stockholm. Neben Bekleidung verkauft H&M Accessoires und Schuhe. 2013 existierten 346 Filialen in 202 deutschen Städten. Die Modekette ist bekannt für ausgefallene Kollektionen, die sie auch auf den Laufstegen der Welt präsentiert (im Bild: ein Model bei der Pariser Modewoche).

6. Platz – Kohl's
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Umsatz: 19,279 Milliarden US-Dollar

Die amerikanische Kaufhauskette ist in Europa eher unbekannt. Ganz anders in den Vereinigten Staaten: In 45 Bundesstaaten der USA unterhält das Unternehmen insgesamt 817 Warenhäuser, in denen neben Mode auch Haushaltswaren, Elektrogeräte und Kleinmöbel verkauft werden. Auch diese Verkäufe fließen in den genannten Umsatz mit ein.

5. Platz – Inditex
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Umsatz: 20,560 Milliarden US-Dollar

In Deutschland ist der Moderiese Inditex besonders für die Kaufhäuser Zara, Massimo Dutti und Zara Home bekannt. Nicht bekannt war bis zum vergangenen Jahr, dass die Textilien des spanischen Unternehmens offenbar teilweise Giftstoffe enthalten. Das hat 2013 die Umweltorganisation Greenpeace aufgedeckt. Zara hat insgesamt 72 Filialen in Deutschland.

4. Platz – LVMH
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Umsatz: 22,700 Milliarden US-Dollar

Die französische Aktiengesellschaft Moët Hennessy Louis Vuitton ist auf den Vertrieb von Luxusgütern spezialisiert. Neben Modemarken wie Louis Vuitton und Céline, die besonders für Handtaschen bekannt sind, vertreiben die Franzosen auch Spirituosen, Parfum, Yachten sowie Schmuck und Uhren. Tag Heuer und Bulgari gehören auch zur Gruppe.

Der Umsatz fasst die Verkaufserlöse aller Gruppen zusammen.


  • afp
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