Islamische Lebensmittel
Erfolg für die Halal-Bulette

Islamische Lebensmittel boomen in Europa. Branchenexperten schätzen das Marktvolumen derzeit auf bis zu fünf Millionen Euro, denn auch immer mehr Nicht-Muslime greifen auf die nach strengen Glaubensvorschriften hergestellten Produkte zurück.

Unablässig tanzen die Buletten über das Fließband. Eine nach der anderen verschwindet in einem Becken mit kochendem Wasser. Sobald sie wieder auftauchen, fahren sie auf dem Band weiter in Richtung Kühlkammer. Drei solcher Fließbänder stehen in der Produktionshalle in Kaldenkirchen, einem Stadtteil von Nettetal. Harrie Berden zeigt auf die freie Fläche daneben und sagt mit holländischem Akzent: „Hier ist noch Platz für zwei neue.“ Bei ihm klingt es so, als würden sie schon morgen geliefert.

Berden, 63, ist Verkaufschef von Mekkafood, einem der größten Halal-Tiefkühlproduzenten in Deutschland. Halal bedeutet, gemäß den strengen muslimischen Glaubensvorschriften bei Lebensmitteln auf Schwein, Blut und Alkohol zu verzichten. Doch es ist mehr als eine Sure im Koran. Halal-Produkte haben sich in den vergangenen Jahren zu einem lukrativen Nischenmarkt in Deutschland gemausert. Branchenexperten schätzen das Marktvolumen derzeit auf bis zu fünf Milliarden Euro – bei einer seit Jahren anhaltenden Wachstumsrate von beinahe zwölf Prozent.

Diesen Markt hat Mekkafood schon früh erkannt. Anfang der 90er-Jahre brutzelte das Unternehmen noch unter dem Namen Westfood in der deutsch-niederländischen Grenzstadt Venlo. Das Geschäft lief so gut, dass die Holländer schnell an Expansion dachten. In Venlo fanden sie kein Grundstück, im deutschen Kaldenkirchen schon. Heute produzieren sie dort mit 80 Mitarbeitern und einem Umsatzwachstum von fünf Prozent. Mehr Zahlen will Berden nicht verraten: „Die Konkurrenz ist dafür zu klein.“

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