Italienische Fluglinie in der Krise
Alitalia schreibt Flugzeuge ab

Die marode italienische Fluglinie ist 2006 wegen hoher Abschreibungen auf ihre Flotte tiefer in die Verlustzone gerutscht. Nun muss über eine Kapitalerhöhung entschieden werden. Der italienische Staat versucht derzeit, die seit Jahren in der Krise befindliche Airline zu verkaufen.

HB ROM. Insgesamt betragen die Verluste im vergangenen Jahr nun 626 Millionen Euro, 458 Millionen Euro mehr als noch 2005, teilte die Alitalia am späten Mittwochabend mit. Davon seien 197 Millionen Euro auf die Abschreibung ihrer Flugzeuge zurückzuführen, hieß esi. Da der Fehlbetrag mehr als ein Drittel des Grundkapitals erreicht hat, muss nun laut Gesetz eine außerordentliche Hauptversammlung über eine Kapitalerhöhung entscheiden. Die Versammlung soll am 26. Juni stattfinden.

Laut Finanzministerium könnte der Staat seinen gesamten Anteil von 49,9 Prozent veräußern. Im Bieterverfahren waren zuletzt die russische Fluggesellschaft Aeroflot gemeinsam mit der Bank UniCredit, die Investmentbank Mediobanca mit dem US-Beteiligungsunternehmen Texas Pacific Group (TPC) und der Lufthansa-Partner Air One in die nächste Runde gekommen. Seit Donnerstag können die Konsortien die Bücher der Alitalia prüfen. Bis zum 2. Juli müssen sie ein bindendes Angebot abgeben.

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