Italienischer Staat veräußert Anteile für mehr als vier Milliarden Euro
Stromversorger Enel investiert in erneuerbare Energien

Der italienische Enel-Konzern baut nach dem Verkauf seiner Telekomtochter Wind das Kerngeschäft mit Strom aus. In den nächsten vier Jahren will Enel allein in erneuerbare Energien 1,7 Mrd. Euro investieren.

MAILAND. Eine Milliarde davon wolle das Unternehmen in Italien ausgeben, die übrigen 700 Mill. Euro in Europa und Lateinamerika, sagte der neue Vorstandschef Fulvio Conti gestern in Mailand. Außerdem setzt der Stromriese weiter auf Zukäufe im Ausland.

Die Enel-Manager sind derzeit auf Roadshow und werben für die vierte Tranche der Enel-Aktien, die der italienische Staat platzieren will. Noch hält das italienische Finanzministerium knapp ein Drittel der Anteile. Rund zehn Prozent der Aktien sollen aber für mehr als vier Mrd. Euro an Investoren in Europa, den USA und Japan gehen.

„In den osteuropäischen Ländern gibt es die meisten Möglichkeiten“, sagte Conti über potenzielle Zukäufe. „Nach dem Verkauf von Wind haben wir finanzielle Resourcen, um Gelegenheiten wahrzunehmen.“

Erst im Mai hatte Enel seine Telekommunikations-Tochter Wind an die Investorengruppe Weather Investments verkauft, um sich stärker auf das Kerngeschäft Strom zu konzentrieren. Der Konzern folgt damit dem Beispiel der Konkurrenz, etwa den deutschen Konzernen Eon und RWE, die sich in den vergangenen Jahren ebenfalls von Randbereichen trennten und sich als reinrassige Versorger positionierten.

Wind wird mit 12,1 Mrd. Euro bewertet. Enel fließen davon aber nur drei Mrd. Euro zu, da Weather auch Schulden übernimmt. Ebenfalls im Juni hat Enel angekündigt, sich von den restlichen 30 Prozent des Stromnetzbetreibers Terna zu trennen, was weitere 1,2 Mrd. bis 1,4 Mrd. Euro bringen soll.

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