Italiens Volare meldet Insolvenz an
Billigflieger vor hartem Winter

Unter den Billigfliegern findet derzeit ein ruinöser Wettkampf um Tickets statt. Die italienische Billigfluglinie Volare hat heute Morgen Insolvenz angemeldet, weitere könnten folgen.

ebe DÜSSELDORF. Die italienische Billigfluglinie Volare hat heute Morgen Insolvenz angemeldet. Der Aufsichtsrat betonte, dieser Schritt sei notwendig, um die 1 440 Arbeitsplätze der privaten Fluggesellschaft retten zu können. Volare musste schon am Freitagabend alle 21 Airbus-Flugzeuge am Boden lassen, weil sie aufgrund ausgebliebener Leasingzahlungen unter Zwangsverwaltung gestellt wurden.

Die italienische Regierung will das Privatunternehmen voraussichtlich bis Donnerstag unter die Kontrolle eines kommissarischen Verwalters stellen – ähnlich wie im Vorjahr beim Zusammenbruch des Lebensmittelkonzerns Parmalat. Branchenexperten halten es für unwahrscheinlich, dass die mit über 300 Mill. € verschuldete Airline noch einmal abheben kann.

Die Pleite in Italien verdeutlicht, dass der Billigflug-Sektor in diesem Winter vor einer Konsolidierungswelle steht. Während die beiden Marktführer Ryanair und Easyjet bei profitablem Flugbetrieb zusehends Marktanteile gewinnen, verliert das Gros der inzwischen 65 Billigfluglinien Monat für Monat Geld. Im Oktober musste bereits der Anbieter V-Bird seinen Betrieb am Flughafen Weeze (Niederrhein) einstellen. Alle Fluglinien leiden unter hohen Kerosinpreisen sowie einem harten Preiswettbewerb, der allmählich die schwächsten Anbieter aussortiert.

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