ITB eröffnet
Trommeln für das Reiseziel Deutschland

In Berlin ist die größte Reisemesse der Welt eröffnet worden, die Internationale Tourismus-Börse (ITB). Beherrscht wird die diesjährige Messe von der neu entflammten Debatte über mehr Klimaschutz und umweltverträgliches Reisen. Davon soll vor allem der Standort Deutschland profitieren.

HB BERLIN. Die größte Reisemesse der Welt mit fast 11 000 Ausstellern aus 184 Ländern dauert bis Sonntag. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos warnte in seiner Eröffnungsrede vor „Hysterie“ beim Thema Klima und Flugverkehr. Es wäre eine Wettbewerbsverzerrung, wenn nur deutsche Fluggesellschaften mit einer Kerosinsteuer belastet werden würden. „Es kommen nur internationale Lösungen in Frage“, sagte Glos. Der Klimaschutz ist eines der wichtigsten Themen auf der diesjährigen ITB.

„Die deutsche Reisebranche kann optimistisch in die Sommersaison blicken“, sagte Glos weiter. Der Deutschland- Tourismus müsse für Qualität, Sicherheit, neue Geschäftsideen in der alternden Gesellschaft sowie eine intakte Natur sorgen.

Glos zitierte eine aktuelle Untersuchung des World Economic Forum, wonach Deutschland Platz drei der weltweit attraktivsten Tourismusstandorte belegt, knapp hinter der Schweiz und Österreich. Im globalen Wettbewerb der Reiseziele müsse sich Deutschland nun behaupten, mahnte der Minister. „Was zählt, sind erstklassige Produkte und qualifizierte Mitarbeiter.“

Zur Rekordzahl der Übernachtungen ausländischer Gäste im Jahr 2006 sagte Glos: „Dabei hat die Fußball-WM ordentlich geholfen. Für das Reiseland Deutschland war sie ein echter Volltreffer.“ Privatbesucher haben an den beiden letzten Messetagen, am Samstag und Sonntag, Zutritt zum Messegelände. Das Tagesticket kostet 13 Euro, das Onlineticket nur elf Euro.

Der Generalsekretär der Welttourismusorganisation, Francesco Frangialli, rechnet nach Jahren mit starken Wachstumsraten für die Branche zukünftig mit einer moderaten Zunahme des Fremdenverkehrs. „Die spektakulären Hochs der Jahre 2000 bis 2004 sind Vergangenheit“, erläuterte Frangialli. In dieser Zeitspanne verbuchte die Reiseindustrie teils zweistellige Zuwächse. Künftig werde eine Steigerung von jährlich vier Prozent bei den Gästeankünften die Norm sein.

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Im vergangenen Jahr verzeichnete der Verband rund 840 Millionen ankommende Gäste. Auf Krisen reagiert die Reisewirtschaft nach Beobachtung des Experten immer schneller. Der Markt zeige sich zunehmend widerstandsfähig, Reisende reagierten gelassener und seien besser informiert.

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