ITB und die Helferlein im Luxushotel Ein Roboter in der Hotel-Lobby

Wenn der Roboter den Zimmerschlüssel übergibt: Auf der Berliner Touristikmesse ITB hat sich Mario, einer der ersten Roboter, die im internationalen Hotelgewerbe arbeiten, vorgestellt. Ein Video unseres Redakteurs.
Update: 10.03.2016 - 17:33 Uhr

Wenn Roboter zu Popstars werden

Wenn Roboter zu Popstars werden

BerlinEr spricht, er tanzt, er singt. Zur Begrüßung hebt er auch schon mal die Hand zum „Gib-mir-Fünf“ mit dem Gast. Er trägt den Namen Mario, ist sieben Kilogramm schwer – und gehört einer besonderen Spezies an. Nach den Worten seiner Erfinder ist er der erste humanoide Roboter, der im internationalen Hotelgewerbe arbeitet. Auf der Berliner Touristikmesse ITB zieht er die Zuschauer in seinen Bann. Auch Hospitality-Inside-Chefredakteurin Maria Pütz-Willems, Roger Langhout, Fabrice Goffin (v.l.n.r. im Video) sind von der neuen Hotelfachkraft angetan.

Seinen Arbeitsplatz hat der Roboter üblicherweise beim Nobelhotel Marriott im belgischen Gent, wo er seit Juni die Gäste in der Rezeption begrüßt.

„Er hilft bei der Registrierung und verteilt elektronische Zimmerschlüssel“, zählt Hotelmanager Roger Langhout die Hauptaufgaben des elektronischen Kollegen auf. Per Spracherkennung erfährt Mario aber auch, wenn er einem Übernachtungsgast das Taxi rufen soll. Und wer will, kann gegen ihn im Hotel Computerspiele ausfechten.

Das sind die größten Hotelketten der Welt
Platz 10: Best Western (USA)
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Die Best-Western-Hotelgruppe wurde 1946 vom Hotelier Merril K. Guertin gegründet. Am Anfang bestand die Kooperation aus 67 eigenständigen Hotels. Mittlerweile ist die Zahl der Häuser auf fast 4000 gestiegen. Neben Hotels betreibt Best Western in den USA auch Motels.

Zimmer: 302.144

Platz 9: BTG Hotels + Home Inns (China)
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Nach der Zusammenlegung mit der einst im Nasdaq notierten Home Inns Group, einee der größten Hotelketten in China, schafft es die Beijing Tourism Group mit Leichtigkeit in die Top 10.

Zimmer: 350.000

Platz 8: Starwood Hotels & Resorts (USA)
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Die berühmteste Hotelmarke der Starwood-Hotelgruppe ist zweifelslos Sheraton. Daneben gehören weitere neun Marken zur amerikanischen Hotelgruppe. Insgesamt beschäftigt der Konzern über 180.000 Mitarbeiter. Gegründet wurde das Unternehmen 1930.

Zimmer: 369.967

Platz 7: Jin Jiang (China)
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Die Jinjiang-International-Hotelgruppe ist ein chinesisches Staatsunternehmen – und eines der größten in der chinesischen Touristikbranche. Zu den bekanntesten Hotel-Marken gehören das Plateno, 7 Days Inn und Golden Tulip.
Zimmer: 475.000

Platz 6: Choice Hotels International (USA)
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1939 gegründet gehört die Choice-Hotelgruppe vom Umsatz her zu den kleineren Hotelketten innerhalb der Top 10. Gemessen an den Hotelzimmern jedoch ist das Unternehmen die sechstgrößte Hotelgruppe der Welt. Zur Gruppe gehören Marken wie Clarion oder Comfort Inn.
Zimmer: 504.808

Platz 5: Accor + FRHI (Frankreich)
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Die Accor-Hotelgruppe ist die größte Gruppe auf dem europäischen Festland. Der französische Konzern, zu dessen Marken nach der Übernahme von FRHI Hotels & Resorts neben Mercure und Ibis nun auch Fairmont und Swissôtel gehören, bietet insgesamt über eine halbe Million Hotelzimmer an. Der Umsatz betrug im Jahr 2014 knapp 5,5 Milliarden Euro.
Zimmer: 567.517

Platz 4: Wyndham Hotel Group (USA)
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1974 gegründet entwickelte sich die Wyndham-Hotelgruppe zu einer der größten Hotelketten der Welt. Die 32.500 Mitarbeiter generieren einen Umsatz von über vier Milliarden Dollar. Zu den bekannteste Marken des Konzerns zählen Ramada, Tryp oder Days Inn.
Zimmer: 671.900

Einer Studie der Web-Seite Travelzoo zufolge rechnen 80 Prozent der Verbraucher damit, dass Roboter bis 2020 eine große Rolle in ihrem Leben spielen werden. Allerdings hätten viele Befragte auch Ängste geäußert. „Der menschliche Touch bleibt wichtig“, sagt Travelzoo-Manager Richard Singer.

Die Firmen Aldebaran und QBMT/Zora, die den kleinen Helfer entwickelt haben, dürfen sich bereits jetzt auf weitere Aufträge freuen. „Auch in den Niederlanden und in Frankreich wollen wir Hotels mit dem Roboter ausrüsten“, sagte Langhout. Menschen unter den Mitarbeiter in seinen Hotels werde „Mario“ nicht, verspricht er. Im Gegenteil: „Wir brauchen sogar mehr Personal, weil jetzt zusätzliche Gäste kommen.“ Der Hotelbetreiber Best Western sieht die Möglichkeiten der neuen Technologie nüchtern. „Eine coole Idee allein reicht nicht“, sagt Konzernchef David Kong.

Ein Schnäppchen ist Roboter Mario allerdings nicht. „Er kostet 15.000 Euro, wenn man ihn kauft“, sagt QBMT-Chef Fabrice Goffin. Wer den elektrischen Kobold least, bekommt ihn samt Service für 250 Euro im Monat.

Doch Mario ist nicht das einzige mechanische Helferlein im Hotelfach. Der japanische Toshiba-Konzern hat den Roboter Chihira Kanae erfunden. Er hat lange schwarze Haare und macht fließenden Handbewegungen. Menschlich soll er wirken, sagen die Erfinder. An der Rezeption soll er programmierte Fragen beantworten. Bei seiner Vorführung blieb er allerdings stumm.

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