JAB Holding kauft Panera
Milliardärsfamilie Reimann landet den nächsten US-Coup

Die deutsche Milliardärsfamilie Reimann macht erneut mit einem spektakulären Deal in den USA auf sich aufmerksam. Ihre Investmentholding JAB schnappt sich die Bäckereikette Panera für mehr als sieben Milliarden Dollar.
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New YorkDie von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann kontrollierte JAB Holding macht wieder mit einem Milliardenzukauf auf dem US-Lebensmittelmarkt Schlagzeilen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, übernimmt JAB in einem 7,5 Milliarden US-Dollar schweren Deal die schnell wachsende Bäckereikette Panera Bread.

JAB zahlt 315 Dollar je Panera-Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von etwa 20 Prozent auf den Schlusskurs vom 31. März. Zu Beginn der Woche hatte es in US-Medien bereits Spekulationen über eine solche Übernahme gegeben. Die Transaktion muss noch von den Wettbewerbsbehörden sowie den Panera-Anteilseignern genehmigt werden. Der Abschluss wird für das dritte Quartal erwartet.

Panera betreibt in den USA und Kanada mehr als 2.000 Läden und erzielt einen Jahresumsatz von etwa fünf Milliarden Dollar. Mit seinen frischen Angeboten zielt es vor allem auf die gesundheitsbewusste Klientel. In den vergangenen sechs Quartalen hat das Unternehmen mit Sitz in St. Louis die Erwartungen der Analysten stets übertroffen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz von Panera um 5,3 Prozent gestiegen. Der Aktienkurs hat sich in den vergangenen Jahren verneunzigfacht. Ursprünglich soll auch Starbucks an Panera interessiert gewesen sein.

Der Markt nahm die Nachrichten über den europäischen Käufer positiv auf. Der Kurs der Panera-Aktie stieg im vorbörslichen Handel um mehr als 13 Prozent. „Eine Übernahme von Panera Bread bringt ihnen nicht nur eine digitale Plattform, die sie letztendlich für ihr gesamtes Portfolio nutzen können. Es gibt ihnen auch die Gelegenheit für die ein oder andere vertikale Integration im Kaffeegeschäft“, sagte Bob Derrington von der Telsey Advisory Group.

Die Reimanns hatten zuletzt vor allem ins Kaffee-Geschäft investiert – neben Kaffeehausketten vor allem in den USA kauften sie den niederländischen Kaffeekonzern Douwe Egberts, den US-Kaffeekapsel-Spezialisten Keuring und übernahmen rund die Hälfte der Kaffeesparte von Mondelez (Jacob’s). Für den jüngsten Ausbau des Firmenimperiums der Reimanns investierte die Milliardärsfamilie im Mai 2016 rund 1,35 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,18 Milliarden Euro) und übernahm damit über eine Tochtergesellschaft die US-Donutkette Krispy Kreme.

Die Holding hält zudem noch Anteile am Kosmetikkonzern Coty sowie einen kleinen Teil am Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser. Coty hatte 2015 den Haarpflegespezialisten Wella vom US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble übernommen.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Nordsee Kette soll verkauft werden. Fischprodukte sind teuer und erfordern eine höhere Kaufkraft wie z.B. in Innenstadtlagen. .Da könnten Synergien mit Panera bestehen, indem man schwache Nordsee-Filialen in Panera umrüstet. Wenn Heiner Kamps da seine Expertise einbringen könnte wäre das sehr gut.

  • Es könnte ein guter Deal werdenl. Die Kette bietet neben Snacks auch Suppen, auch Salate und Pasta an und natürlich auch Getränke. Im Prinzip sind diese Artikel billiger als Hamburger mit Fleisch. In Europa könnte Panera Bread auch vertreten sein, wenn man sich auf die regionalen Artikel wie z.B. Croissant, Baguette, Briosch in Frankreich oder Mettbrötchen bei uns einstellt.

  • Ich warte auf die Milliardenklage gegen panera.

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