Jährlich 20 Prozent Wachstum erwartet
Billigflieger starten durch

Nach einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey werden die Discounter unter den Fluggesellschaften bis 2007 jährlich 20 % mehr Passagiere befördern.

HB/dpa FRANKFURT. Ihr Marktanteil von sieben Prozent im Jahr 2001 werde sich bis 2007 verdoppeln, heißt es in der am Dienstag in Frankfurt vorgelegten Analyse. Allerdings würden sich nicht alle Anbieter auf dem Markt behaupten können. Von 2007 an werde dann auch für die Billigflieger die Luft dünner.

Die nationalen Fluggesellschaften sieht McKinsey durch den Boom bei den Billigfliegern nicht in Gefahr. „Im Reiseflugmarkt kommt es eher zu einer Ergänzung statt einer Verdrängung“, sagte der McKinsey- Experte für globalen Verkehr, Lucio Pompeo. Der traditionelle Linienverkehr lege bis 2007 bei der Zahl der Passagiere um jährlich 4,5 % zu. Für den Bereich Charter erwartet McKinsey ein jährliches Wachstum der Passagierzahlen um 3,1 %.

Das nachlassende Wachstum der Billigflieger von 2007 an führt McKinsey auf drei Faktoren zurück: Eine zunehmende Konkurrenz unter den Billiganbietern im internationalen Verkehr, eine starke Position der nationalen Gesellschaften im Inland und eine Dominanz der Reiseveranstalter und deren Chartergesellschaften im Pauschalreisemarkt. „Auf einigen wichtigen Inlandsstrecken arbeiten manche nationalen Airlines inzwischen so kosteneffizient, dass sie mit den neuen Herausforderern konkurrieren können“, sagte Pompeo.

Nach Angaben der Billigfluglinie Hapag-Lloyd Express wird das Wachstum im Niedrigpreis-Segment vor allem durch „neue“ Passagiere erzeugt. 59 % der Kunden der Gesellschaft gaben in einer Umfrage an, ohne Billig-Anbieter wären sie gar nicht mit dem Flugzeug gereist. 37 % wären dagegen mit einer anderen Gesellschaft geflogen, berichtete René Herzog, der bei der Tui-Tochter im Bereich Geschäftsentwicklung arbeitet. Nach einer anderen Untersuchung hätten 41 % der Befragten zudem angegeben, bei niedrigeren Preisen häufiger zu fliegen.

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