Jahresbilanz
Bahn räumt mangelnde Pünklichkeit ein

Mehr Fahrgäste und mehr Gütertransporte im Jahr 2006 verkündet Bahnchef Mehdorn stolz und fordert im gleichen Atemzug auch mehr Geld vom Staat. So weit nichts ungewöhnliches. Einen seltsamen Grund nannte er jedoch für die Verspätungen, die im Vergleich zum Vorjahr sogar noch zugenommen haben.

HB BERLIN. Die Bahn AG hat 2006 neue Rekorde im Personen- und Güterverkehr aufgestellt. Bahnchef Hartmut Mehdorn erklärte am Freitag, das Jahr sei „besser verlaufen, als wir es geplant hatten“. Er räumte allerdings ein, dass die Pünktlichkeit hinter 2005 zurückgeblieben sei. Die Deutsche Bahn habe sich „stärker entwickelt als die Wettbewerber“ Straßen- und Luftverkehr, meinte Mehdorn. Er forderte mehr Geld vom Staat zur Umsetzung wichtiger Infrastrukturprojekte angesichts steigender Verkehrszahlen.

Rund 1,85 Mrd. Menschen seien in den Zügen der DB unterwegs gewesen - knapp vier Prozent oder fast 70 Mill. Fahrgäste mehr als 2005. Davon gingen laut Mehdorn etwa 15 Mill. auf das Konto der Reisen während der Fußball-Weltmeisterschaft. Auch im Güterverkehr habe die Bahn zugelegt. Die Verkehrsleistung sei um 10,5 Prozent oder neun Mrd. Tonnenkilometer auf über 97 Mrd. Tonnenkilometer gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen (EBIT) bezifferte Mehdorn auf ungefähr zwei Mrd. Euro.

Mehdorn verlangte von der Bundesregierung mehr Investitionsmittel als geplant, um Engpässe besonders in den Knotenpunkten beseitigen zu können. Für das laufende Jahr seien im Bundeshaushalt etwa 3,1 Mrd. Euro eingeplant, von denen 2,5 Mrd. auf ohnehin notwendige Wartungs- und Reparaturarbeiten am Netz entfielen.

Insbesondere nannte Mehdorn die Knoten Köln, Mannheim und Frankfurt am Main als ausbaubedürftig. Darüber hinaus müsse das Netz an den Grenzen verbessert werden, die immer mehr Güterzüge passierten.

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