Jahresbilanz
Bahn setzt Zeichen auf Börsengang

Mit einen Rekordgewinn glaubt sich die Deutsche Bahn AG startklar für einen Börsengang bereits im nächsten Jahr. Sein Betriebsergebnis konnte die Bahn fast verdoppeln, ohne eine unfreiwillige Finanzspritze des Bundes wäre das jedoch nicht möglich gewesen.

HB BERLIN. Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr dank guter Konjunktur und der Fußball-WM erneut ein Rekordergebnis eingefahren. Der Konzern haben einen Betriebsgewinn von fast 2,5 Mrd. Euro und damit annähernd doppelt so viel wie im Vorjahr erzielt, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz in Berlin mit. Ohne einige einmalige Sonder-Erträge wären es 2,1 Mrd. Euro gewesen. Der Umsatz lag bei 30 Mrd. Euro (plus 19.9 Prozent). Unter dem Strich erzielte der bundeseigene Konzern 1,7 Mrd. Euro Überschuss und damit 1,1 Mrd. Euro mehr als 2005.

Damit transportierte die Deutsche Bahn AG mehr Menschen und Güter als jemals zuvor in ihrer Geschichte. Die Weichen für einen Börsengang seien damit gestellt, sagte Vorstandschef Hartmut Mehdorn: „Aus unternehmerischer Sicht können sich private Kapitalanleger 2008 an der DB beteiligen.“

Der Konzern sei gut in das Jahr 2007 gestartet, sagte Mehdorn weiter. In dern ersten beiden Monaten habe man die Vorjahreswerte wieder übertroffen. Auch wenn die wirtschaftliche Entwicklung von der Bahn vorsichtiger als 2006 eingeschätzt wird, geht das Unternehmen von weiterem Wachstum aus. Der Umsatz werde um rund drei Prozent zulegen. Der Betriebsgewinn (Gewinn vor Steuern und Zinsen) werden weiter steigen, wenn man Sondereffekte des Jahres 2006 wie Rückzahlungen des Bundes nicht berücksichtige.

Die Zahlen sind für die Bahn von besonderer Bedeutung, da das Unternehmen noch in dieser Wahlperiode - also bis 2009 - an die Börse soll. Ein Gesetzentwurf zur umstrittenen Privatisierung ist derzeit in der Abstimmung zwischen den Ressorts.

dsa brn

Der Umsatzsprung um knapp 20 Prozent ist im wesentlichen den Akquisitionen des amerikanischen Logistikdienstleisters Bax und der chinesischen Firma Startrans zu danken. Aber auch ohne diese Sondereffekte wies Sack ein Plus von 7,7 Prozent aus. Sie resultieren aus dem Aufschwung, aus der Inbetriebnahme neuer Infrastruktur wie des Berliner Hauptbahnhofs und der Schnellstrecke Nürnberg-Ingolstadt.

Aber auch die Fußball-Weltmeisterschaft und eine Verschiebung der Verkehrsleistungen zu Gunsten der Schiene trugen zu dem Plus bei. Nach Angaben der Bahn ging der Personenverkehr bei allen Verkehrsträgern insgesamt um ein Prozent zurück; bei der Bahn stieg er um drei Prozent auf 74,8 Mrd. Personenkilometer. Laut Sack schreiben inzwischen sowohl der Regionalverkehr als auch der Fernverkehr und die Schienengüter-Sparte Railion „stabil“ schwarze Zahlen. Für die Infrastruktur-Unternehmen sprach Sack nur von „deutlichen Zuwächsen“.

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