Jahresbilanz
GfK knackt Milliarden-Umsatz-Marke

Dank eines Firmenzukaufs hat das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK im vergangenen Jahr die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro Umsatz geknackt. Auch in Zukunft hält das Unternehmen die Augen nach weiteren Akquisitionsobjekten offen.

HB FRANKFURT. Auch für 2007 erwartet die Firma ein Wachstum über dem Branchenschnitt, das durch Akquisitionen zusätzlich beschleunigt werden soll.

Wie das nach eigenen Angaben weltweit viertgrößte Marktforschungsinstitut am Mittwoch mitteilte, stiegen die Erlöse 2006 um fast 19 Prozent auf 1,11 Mrd. Euro. Das organische Wachstum habe mit 5,4 Prozent über dem der Branche gelegen, die ihre Umsätze im Schnitt um vier bis fünf Prozent gesteigert habe. Das operative Ergebnis der GfK legte um knapp die Hälfte auf 118 Mill. Euro zu. Die Aktionäre sollen eine auf 0,36 (Vorjahr: 0,33) Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten. Wesentlich zum Wachstum trug der 2005 gekaufte ehemalige Konkurrent NOP bei. Dessen Integration führte 2006 aber zugleich auch zu Kosten von vier Mill. Euro.

GfK sprach von einem guten Jahresstart. Das Auftragsbuch decke per Ende Januar schon ein Drittel des für 2007 erwarteten Umsatzes ab. Das Unternehmen prognostiziert ein organisches Wachstum von mindestens fünf Prozent, verglichen mit einem erwarteten Branchenplus von drei bis fünf Prozent. Zukäufe sollen das Umsatzwachstum zusätzlich steigern, wie ein Firmensprecher erläuterte. Die Umsatzrendite soll über dem Vorjahresniveau von 13,5 Prozent liegen.

„Die Zahlen und die Prognosen haben absolut den Erwartungen entsprochen“, kommentierte Commerzbank-Analyst Michael Schatzschneider.

Die im Kleinwerteindex SDax gelistete GfK macht für Unternehmen Umfragen zum Verhalten ihrer Kunden, Studien zum Absatz verschiedener Produkte und erhebt unter anderem auch die Einschaltquoten für das deutsche Fernsehen. Zu den größten Kunden zählen Procter & Gamble, DaimlerChrysler und BMW.

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