Jahresbilanz
Lekkerland verdient an Tankstellen

Der Süßwaren- und Tabakwarengroßhändler Lekkerland hat beim Umsatz im vergangenen Jahr erstmals eine besondere Marke überschritten. Vor allem an den Tankstellen lief es im Jahr 2007 gut.

HB FRECHEN. Lekkerland hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf über zehn Mrd. Euro gesteigert. Das sei ein Plus von 16 Prozent, sagte der Vorstandsvorsitzende Christian Berner am Mittwoch am Unternehmenssitz in Frechen bei Köln. Der Gewinn stieg um vier Prozent auf 93,5 Mill. Euro.

Für 2007 erwartet Lekkerland einen Umsatz von über elf Mrd. Euro und eine Ergebnissteigerung. Die Lekkerland GmbH & Co. KG beliefert in zwölf europäischen Ländern insgesamt 139 000 Tankstellen, Fachgeschäfte, Kaufhäuser, Kioske, Getränkefachmärkte, Fast-Food-Ketten und Kantinen mit Tabakwaren, Süßwaren, Getränken, Telefonkarten und anderen Artikeln.

Das Unternehmen hat im Februar seinen bisher größten Vertrag abgeschlossen: Es beliefert künftig auch 2500 Tankstellenshops des Ölkonzerns Shell. Der Zigarettenverkauf in Tankstellen habe in den vergangenen Monaten noch einmal zugenommen, was möglicherweise mit den gesetzlichen Einschränkungen für Zigarettenautomaten zusammenhänge, sagte Berner. Er kritisierte, dass durch die immer höhere Tabaksteuer in Deutschland ein wachsender Schmuggel ausgelöst werde: „Bereits jede fünfte in Deutschland konsumierte Zigarette ist nicht hier versteuert. Natürlich sähen wir es lieber, die Politik setzte bei ihrem Kampf gegen die Raucher auf Freiwilligkeit.“

Mit 60 Prozent Anteil am Konzernumsatz blieb Deutschland auch 2006 der wichtigste Markt für Lekkerland. Zum Umsatzplus von knapp 13 Prozent trugen vor allem die Tankstellen bei. Das restliche Westeuropa wuchs um 3,6 Prozent, das um Neuerwerbungen bereinigte Umsatzwachstum in Osteuropa betrug 27 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt 7500 Menschen, 4000 davon in Deutschland. Slowenien und Bulgarien könnten neue Märkte für Lekkerland werden, sagte Berner. Im übrigen profitiere man auch von der zunehmenden Zahl von Singlehaushalten, weil Singles öfter auswärts essen gingen oder noch eben spontan ein paar Einkäufe tätigten.

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