Jahresergebnis 2004/2005 fiel gut aus
Ryanair gewinnt im Windschatten hoher Spritpreise

Europas führender Billigfluganbieter Ryanair hat im Geschäftsjahr 2004/2005 (zum 31. März) mehr verdient als von Analysten erwartet.

HB DUBLIN. Wie die Billigfluggesellschaft am Dienstag bei der Vorlage des Jahresergebnisses mitteilte, verdiente sie im Geschäftsjahr 266,7 Millionen Euro netto. Im Vorjahr waren es 206,6 Millionen Euro gewesen. Die Analysten hatten mit 248 Millionen Euro gerechnet. Den Umsatz steigerte Ryanair um 24 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Analysten hatten 1,29 Milliarden Euro prognostiziert.

Für den Passagier ist Ryanair trotz gestieggener Treibstoffpreise nur wenig teurer geworden. Der durchschnittliche Ticketpreis erhöhten sich im Gesamtjahr um 2 Prozent. Der Ölpreis werde das Ergebnis zwar belasten, doch will die Billigfluglinie dies durch die Kontrolle der operativen Kosten kompensieren. Ryanair zeigte sich sogar überzeugt, dass die hohen Ölpreise dem Unternehmen genutzt haben. Wenn Gesellschaften wie British Airways Kerosinzuschläge erhöben, müssten Billigfluggesellschaften ihre Preise nicht senken, um Passagiere in die Flugzeuge zu locken, hieß es.

Die Zahl der Fluggäste nahm um 19 Prozent auf 27,6 Millionen zu. „Es gibt für uns nichts Schöneres, als unseren 20. Geburtstag mit Rekordzahlen bei Fluggästen und Gewinn zu feiern“, sagte Unternehmenschef Michael O'Leary.

Für die laufenden zwölf Monate zeigte er sich optimistischer als noch vor Jahresfrist. Der Wettbewerb auf dem Billigflugmarkt bleibe hart, dennoch zeichne sich eine Stabilisierung der Erlöse ab. Für das laufende Jahr rechnet Ryanair aufgrund unerwartet guter Buchungszahlen im Sommer mit insgesamt 35 Millionen Passagieren, eine Million mehr als zuletzt prognostiziert.

Das von O'Leary für den vorigen Winter prognostizierte „Blutbad“ in der europäischen Luftfahrt blieb aus. Lediglich wenige kleinere Billigfluglinien mussten aufgeben. Für den Sommer wird auf dem europäischen Markt mit rund 90 zusätzlichen Flugzeugen vor allem bei Billiganbietern gerechnet. Gegen steigende Ölpreise sei Ryanair für diesen Sommer nicht abgesichert, profitiere aber vom jüngsten Preisrückgang. Für den Winter habe sich die Gesellschaft aber zu 75 Prozent abgesichert bei einem Preis von 47 US-Dollar je Barrel.

Die Ryanair-Aktie legte in London zeitweilig um fast fünf Prozent auf 6,60 Euro zu.

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