Jahresverlust von 78,2 Millionen Euro prognostiziert
Borussia Dortmund erwartet noch mehr Minus

Borussia Dortmund rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einen höheren Verlust als zunächst erwartet. Der Gesamtfehlbetrag im Jahr 2004/2005 werde voraussichtlich bei 78,2 Millionen Euro liegen, teilte der einzige börsennotierte Fußballclub in Deutschland mit.

HB DORTMUND. Im Februar hatte die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA noch mit einem Verlust von 68,8 Millionen Euro gerechnet. Erst am 14. März hatten die Gläubiger der Borussia einem Sanierungsplan zugestimmt.

Hauptgrund für die geänderte Prognose seien Rückstellungen, die Borussia gebildet habe, um den Wertverlust einer Immobilie des Unternehmens auszugleichen, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Mittwoch. Auch habe der Club in der Rückrunde etwas weniger durch Ticketverkäufe eingenommen. Zudem seien durch das gute sportliche Abschneiden in der zweiten Saisonhälfte die Ausgaben für die Spielergehälter gestiegen.

Das Geschäftsjahr 2003/2004 hatte Borussia Dortmund mit einem Verlust von 67,7 Millionen Euro und einem Schuldenberg von 118,8 Millionen Euro abgeschlossen. Im Februar dieses Jahres musste der Verein einräumen, in eine „existenzbedrohende“ wirtschaftliche Lage geraten zu sein.

Durch einen Sanierungsplan, der einen Teilrückkauf des Westfalenstadions umfasste, erhielt das Fußball-Unternehmen Zugriff auf ein Fonds-Depot von seinerzeit knapp 52 Millionen Euro. Der sechsmalige deutsche Meister hatte die WM-Arena vor rund zwei Jahren zu 94 Prozent an einen Fonds veräußert und dann für 16 Millionen Euro jährlich zurückgeleast. Der Rückkauf war ursprünglich für 2017 geplant.

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