Jahreszahlen
Österreichische Post verdient weniger

Die Österreichische Post hat im vergangenen Jahr trotz höherer Umsätze unter dem Strich weniger verdient. Der Gewinn lag nach Angaben vom Donnerstag bei 118,9 Mio. Euro - ein Rückgang von drei Prozent.

HB WIEN. Der Konzern verwies unter anderem auf höhere Kosten, sieht sich von der Finanzkrise bislang aber nicht betroffen. In die Zukunft blickt die mehrheitlich in Staatsbesitz stehende Post pessimistischer als zuletzt.

Umsatz und Betriebsergebnis (Ebit) werden nun auf Vorjahresniveau erwartet, wie das Management mitteilte. Sollte sich der allgemeine Wirtschaftsabschwung beschleunigen, könne gar ein leichter Umsatz- Ergebnisrückgang nicht mehr ausgeschlossen werden, warnte der Konzern. Bisher wurde bei einem stabilen bis leicht steigenden Umsatz eine Erhöhung des Ergebnisses in Aussicht gestellt. 2008 kam die Post auf einen Umsatz von 2,44 Mrd. Euro, ein Plus von gut fünf Prozent.

Auf dem Ergebnis habe 2008 eine Wertminderung des Anteils am Konsortium der Bawag/P.S.K. um 20 Mio. Euro gelastet. Zudem seien die Treibstoff- und Transportkosten gestiegen und auch die Personalkosten seien zum Jahresende aufgrund von Zahlungen im Rahmen eines Sozialplans geklettert. Vor allem im vierten Quartal hätten Mitarbeiter vermehrt die angebotenen Möglichkeiten in Anspruch genommen, das Unternehmen zu verlassen, hieß es.

Trotz des Gewinnrückgangs sollen die Post-Aktionäre für 2008 gut bedient werden: Neben der Erhöhung der Basisdividende auf 1,50 (Vorjahr: 1,40) Euro je Aktie soll es auch wieder einen Bonus von 1,00 Euro je Anteilsschein geben.

International ächzen die Logistikkonzerne derzeit unter den Folgen der Konjunkturflaute. Die Deutsche Post etwa hatte 2008 ihren ersten Verlust seit dem Börsengang 2000 eingefahren und ist 2009 mit Umsatzrückgängen gestartet. Die Österreichische Post profitiert bislang davon, dass sie bis zur völligen Öffnung des Briefmarktes ab 2011 Monopolist ist.

Liberalisiert ist im Land bereits der Paketmarkt, wo die Post zwei Großkunden an den deutschen Paketdienst Hermes verloren hat. Um sich für den erwarteten Wettbewerb zu wappnen, wird die Österreichische Post im zweiten Halbjahr 300 defizitäre Postämter schließen. Das Geschäft soll künftig vermehrt über Post-Partner abgewickelt werden. Derzeit zählt die Post 1300 Filialen und 27 000 Mitarbeiter.

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