Jahresziel: Halbierung des Verlustes
Positiver Trend bei Thomas Cook

Bei Europas zweitgrößtem Touristikkonzern Thomas Cook hält der positive Trend an. Der Vorsteuerverlust wurde weiter verringert, die Umsatzzahlen stiegen.

HB FRANKFURT. Im ersten Halbjahr (November - April) des Geschäftsjahres 2003/04 habe sich bei einem leichten Umsatzplus der Vorsteuerverlust um gut elf Prozent auf 385 Millionen Euro verringert, teilte Cook am Mittwoch in Frankfurt mit. Der Umsatz sei um 1,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen, die Zahl der Gäste um 1,2 Prozent auf 3,3 Millionen.

Für das Gesamtjahr bestätige Cook angesichts einer stabilen Buchungsentwicklung seine Prognose, dass sich der Umsatz bei einem überdurchschnittlichen Gästewachstum gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen werde. Das Ergebnis werde sich auf Grund der eingeleiteten Kostensenkungen jedoch deutlich verbessern.

Jahresziel: Halbierung des Verlustes

Im Geschäftsjahr 2002/2003 hatte der Cook-Konzern einen Nettoverlust von 251 Millionen Euro ausgewiesen. Finanzvorstand Heinz-Ludger Heuberg hatte nach Vorlage der Bilanz für das erste Quartal im März eine Halbierung des Jahresverlustes in Aussicht gestellt.

In Deutschland, dem größten Reisemarkt in Europa, legte Cook dank des Erfolgs seiner wichtigsten Veranstaltermarke Neckermann mit einem Gästeplus von vier Prozent im ersten Halbjahr überdurchschnittlich zu. Dagegen verlor Cook in Großbritannien gut zwei Prozent der Urlauber, lag damit aber nach eigener Darstellung noch besser als der Gesamtmarkt.

Für die Sommermonate gibt sich Cook allerdings optimistisch. Ende Mai habe die Zahl der gebuchten Reisen um 4,7 Prozent über dem Vorjahr gelegen. Angesichts der Preisnachlässe vor allem bei Neckermann sank bei Cook der durchschnittliche Reisepreis im ersten Halbjahr pro Urlauber um 1,2 Prozent auf 590 Euro.

Aufgrund der massiven Verluste, maßgeblich verursacht durch die deutsche Flugtochter Condor, hatten die beiden Cook-Eigner Lufthansa und Karstadt-Quelle im vorigen Spätherbst den damaligen Vorstandschef Stefan Pichler abberufen. Der neue Vorstand unter Führung des wieder reaktivierten Ex-Neckermann-Chefs Wolfgang Beeser soll den Konzern binnen zwei Jahren wieder in die schwarzen Zahlen führen.

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