Jahresziele bestätigt
Fraport pocht auf neue Landebahn

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat seine aktuellen Jahresziele und mittelfristigen Wachstumsprognosen bekräftigt. Konzernchef Wilhelm Bender warb auf der Hauptversammlung am Mittwoch erneut für Ausbau des Frankfurter Flughafens.

HB FRANKFURT. Der erfreuliche Trend in den ersten vier Monaten bei Passagierzahlen und Frachtvolumen am Flughafen Frankfurt habe sich auch im Mai fortgesetzt, sagte Bender in Frankfurt.

Europas zweitgrößte Flughafengesellschaft rechnet für Frankfurt im Gesamtjahr mit 52,5 Millionen Passagieren, drei Prozent mehr als 2004. Konzernweit dürfte die Passagierzahlen (2004: 77 Millionen) allerdings zurückgehen: Auf Grund eines neuen Terminals, an dem Fraport nicht beteiligt ist, ging der Fraport-Anteil am türkischen Flughafen Antalya im April auf 30 Prozent der Passagiere zurück.

Dennoch bleibe es bei dem Ziel, den Umsatz gut drei Prozent zu erhöhen und den Gewinn noch deutlich stärker zu steigern, sagte Bender. Zuletzt war seitens Fraport ein Gewinnzuwachs von bis zu zehn Prozent in Aussicht gestellt worden.

Trotz der Rekordergebnisse im vorigen Jahr stehe Fraport unter dem Preisdruck der Fluggesellschaften. Die neuen Bodenverträge mit Lufthansa, bei denen es Preisnachlässe geben werde, sollen im Juni abgeschlossen werden.Das mit dem Betriebsrat vorige Woche mit Blick auf diese Preisnachlässe ausgehandelte Sparpaket werde bis 2010 die Personalkosten insgesamt um mehr als 50 Millionen Euro senken, sagte Bender.

Die Aktionäre dürfen nach der Rekorddividende von 0,75 Euro für 2004 (plus 70 Prozent) für das laufende Jahr mit einer nochmals höheren Ausschüttung rechnen. Die Dividende werde entsprechend der Gewinnentwicklung angehoben, sagte Bender.

Der Luftverkehr werde weiter wachsen, sagte der Fraport-Chef. Wenn der Flughafen Frankfurt auch künftig zu den weltweit bedeutenden Flughäfen zählen wolle, führe an der geplanten neuen Landebahn kein Weg vorbei. „Am Flughafen Frankfurt rechnen wir im Jahre 2015 mit über 80 Millionen Passagieren“, sagte Bender. Frankfurt gehöre heute zu den drei großen europäischen Flughäfen. „Wenn in Frankfurt kein Wachstum mehr möglich sein sollte, würden wir unweigerlich zurückfallen.“

Gegen die Landebahn liegen mehr als 100 000 Einwendungen von Bürgern, Verbänden und umliegenden Kommunen vor. Der bisherige Zeitplan sieht eine Inbetriebnahme 2009 vor. Die im MDax notierte Fraport-Aktie lag am Mittwoch knapp zwei Prozent im Plus bei 33,80 Euro.

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