Jahresziele in Gefahr
Heißer Sommer lässt Geschäft bei Beate Uhse abkühlen

Europas größte Sexartikelhändler Beate Uhse hat im ersten Halbjahr mit Umsatz und Gewinn enttäuscht. Als Grund nannte das Unternehmen das Wetter.

HB HAMBURG. Der Vorsteuergewinn habe sich um mehr als ein Drittel auf 6,3 Mill. Euro verringert, teilte die aus dem Kleinwerteindex SDax abgestiegene Firma am Montag in Flensburg mit. Der Umsatz sank um 4,5 Prozent auf 136 Mill. Euro. „Damit sind unsere Erwartungen nicht erfüllt“, zeigte sich Vorstandschef Otto Christian Lindemann enttäuscht. Wegen des heißen Sommers seien die Geschäfte vor allem in Deutschland im zweiten Quartal schwächer ausgefallen. Nun seien auch die Ziele für das Gesamtjahr in Gefahr. „Das Sommerloch ist zu groß, dass es nicht einfach sein wird, unsere Pläne für dieses Jahr zu erreichen“, sagte Lindemann.

Für 2006 hatte Beate Uhse noch im April einen Gewinnanstieg um 5 Prozent in Aussicht gestellt. 2005 hatte der Versender seinen Reingewinn auch wegen der Umstellung auf IFRS-Bilanzierungsregeln um zwei Drittel auf 14,4 Mill. gesteigert.

Im Frühsommer hatte sich der Beate-Uhse-Chef angesichts des verregneten Wetters noch zuversichtlich gezeigt. Während andere Branchen damals klagten, berichtete der Sexartikelhändler von steigenden Erlösen in seinen Läden. Das heiße Wetter im Juni und Juli machte dem Flensburger Konzern dann einen Strich durch die Rechnung. Auch die Fußball-Weltmeisterschaft, für die Beate Uhse eigene Artikel aufgelegt hatte, sorgte nicht für den erhofften Schwung.

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