Jared Fogle

Subway-Sprecher wegen Pädophilie verurteilt

Jared Fogle war mehr als zehn Jahre lang das Werbegesicht von Subway. Nun muss der „Sandwich-Typ“ ins Gefängnis. Der zweifache Vater wurde wegen Kindesmissbrauchs und Besitzes von Kinderpornos verurteilt.
Berühmt wurde Fogle als der „Sandwich-Typ“, der behauptet hatte, er habe als College-Schüler 90 Kilo abgenommen, weil er sich in den Subway-Läden gesund ernährt habe. Quelle: ap
Jared Fogle

Berühmt wurde Fogle als der „Sandwich-Typ“, der behauptet hatte, er habe als College-Schüler 90 Kilo abgenommen, weil er sich in den Subway-Läden gesund ernährt habe.

(Foto: ap)

ChicagoDer langjährige Pressesprecher der US-Sandwich-Kette Subway ist wegen Kindesmissbrauchs und Besitzes von Kinderpornos zu mehr als 15 Jahren Haft verurteilt worden. Der in den USA durch seine Werbeauftritte bekannte Jared Fogle wurde am Donnerstag vor einem Bundesgericht in Indianapolis wegen bezahlten Geschlechtsverkehrs mit Minderjährigen und Verbreitung von Kinderpornos verurteilt, wie das US-Justizministerium mitteilte.

Fogle war mehr als zehn Jahre lang das Werbegesicht der Fast-Food-Kette, die 44.000 Restaurants in 110 Ländern in aller Welt betreibt. Berühmt wurde er als der „Sandwich-Typ“, nachdem er behauptet hatte, er habe als College-Schüler 90 Kilo abgenommen, weil er sich in den Subway-Läden gesund ernährt habe.

Die Polizei war auf den 38-jährigen zweifachen Vater Fogle gestoßen, nachdem sein Bekannter Russell Taylor, ehemaliger Chef von Fogles Wohltätigkeitsorganisation, als Pädophiler überführt wurde. Taylor hatte Kinder zwischen neun und 16 Jahren mit Alkohol, Drogen und Geld für sexuelle Handlungen gefügig gemacht und mit versteckten Kameras gefilmt. SMS führten die Ermittler zu Fogle. Fogle war an der Herstellung der Filme zwar nicht direkt beteiligt, räumte aber ein, sie erhalten und nichts zum Schutz der Kinder unternommen zu haben.

Zehn dicke Fast-Food-Flops
Omelettburger
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Enormous Omelet Sandwich

Fett, fetter, Omelette-Sandwich: Dieses arterienverstopfende „Frühstückchen“, das Burger King 2005 auf den US-Markt brachte, hatte so viel Kalorien, Fett und Cholesterin zwischen seinen labberigen Brötchenhälften, dass es heftig kritisiert und schließlich größtenteils vom Markt genommen wurde – in einzelnen Restaurants findet man es aber noch hin und wieder.

Foto: Justin Baeder, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

McPizza
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Pizza von McDonald's

Pizza liebt jeder – aber nicht von McDonald's. Die Fast-Food-Kette hat seit den Siebzigerjahren immer mal wieder versucht, Pizza in ihrem Angebot in verschiedenen Ländern der Welt zu etablieren – mit mäßigem Erfolg. Der Hauptgrund, dass die Versuche bis zum Jahr 2000 fast überall wieder eingestellt wurden: Es dauerte mit durchschnittlich elf Minuten einfach zu lange, die Pizza in den Filialen zuzubereiten. Auch die McSpaghetti, ebenfalls ein Versuchsballon der späten Siebziger, konnten sich nicht bei der breiten Masse durchsetzen.

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McLobster
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McLobster

Für Hummer zu McDonald's? Das musste doch einfach schiefgehen. Das samt reichlich Sauce und etwas Salat in ein Hot-Dog-Brötchen geschaufelte Hummerfleisch verschwand nur wenige Wochen nach seiner Markteinführung auch schon wieder. Allerdings: In New England und im Osten Kanadas gibt es den McLobster noch, wann immer McDonald's billig tiefgekühltes Hummerfleisch einkaufen kann.

Foto: Kelapstick, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Mini-Burger
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Mini-Burger

Burger King versuchte mehrmals, Mini-Burger an den Mann zu bringen. In den späten Achtzigerjahren hießen sie „Burger Bundles“, dann „Burger Buddies“ und um das Jahr 2000 versuchte es der Fast-Food-Riese nochmal mit den „Burger Shots“ als Sechserpack. Doch auch die Umbenennungen konnten nichts daran ändern, dass die Kunden einfach nicht zu den Mini-Brötchen greifen wollten.

Foto: „BK Shots“ von Gustav H, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

Hot dogs rest in water before a hot dog eating competition in New York
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McHotdog

McDonald's versuchte sich seit den Neunzigerjahren vor allem bei sommerlichen Sportereignissen im mittleren Westen der USA immer mal wieder am Würstchen im Brötchen – obwohl der frühere CEO Ray Kroc es eigentlich verboten hatte, weil er den Hot Dog als unhygienisch erachtete. Auch in Chile und Japan wurden für kurze Zeit McHotdogs verkauft.

Satisfries
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Satisfries

30 Prozent weniger Fett, aber voller Geschmack – das versprechen die Satisfries von Burger King, ein Wortspiel aus dem englischen „satisfaction“, zu deutsch Befriedigung, und „fries“ für Pommes Frites. Allenfalls „befriedigend“ fanden die Kunden die Fritten, sodass die kalorienreduzierte Variante 2014 im wichtigen US-Markt größtenteils aus dem Programm flog – in Deutschland gibt es die fettärmere Variante hingegen noch.

Foto: obs/Burger King Beteiligungs GmbH

Ananas
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Hula Burger

Katholiken durften bis in die Sechzigerjahre hinein freitags kein Fleisch essen – auch in der Fastenzeit sollen sie auf Fleisch verzichten. Hier sah McDonald's-Gründer Ray Kroc eine Marktlücke und erfand den „Hula Burger“, der anstelle der Hackfleischbulette eine Scheibe gegrillte Ananas mit Käse enthielt. Der Burger war ein Flop – stattdessen setzte sich aber der Fischburger durch, den es als „Filet-o-Fish“ noch heute gibt.

Zudem gestand Fogle, erwachsenen Prostituierten „Finderlohn“ gezahlt zu haben, damit sie ihn mit minderjährigen Mädchen bekannt machten. Darunter waren zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren, die er für Sex bezahlte. Zusätzlich zu der Gefängnisstrafe muss Fogle 14 Opfern insgesamt 1,4 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) Entschädigung zahlen.

Die Sandwich-Kette Subway trennte sich nach Bekanntwerden des Skandals von Fogle, der mehr als zehn Jahre lang in ihren Werbespots aufgetreten war. Seine Frau reichte die Scheidung ein.

  • afp
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