Jeff Bezos und Donald Trump
Was hinter den 100.000 Amazon-Jobs steckt

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Unter dem Strich vernichtet Amazon-Jobs

Laut Analyst Feinseth sind die Neueinstellungen mehr als nur ein politisches Manöver. „Es ist ein gutes Unternehmen, das in einem Bereich Leute einstellt, in dem viele Tech-Konzerne eher Jobs auslagern“, sagt er. „Das ist sehr positiv, egal ob es politisch motiviert ist. Es sind immer noch 100.000 Menschen mehr in den USA.“

Die neuesten verfügbaren Zahlen für Neueinstellungen bei Amazon stammen aus dem Jahr 2015. Damals schuf der weltgrößte Online-Händler weltweit rund 6.400 Arbeitsplätze im Monat. Daraus lässt sich schließen, dass ein guter Teil der nun angekündigten Jobs ohnehin entstanden wäre.

Außerdem könnte die Offensive der US-Wirtschaft weniger nutzen, als es auf den ersten Blick scheint. Analysten argumentieren, dass Amazon unter dem Strich mehr Arbeitsplätze vernichtet als schafft, weil durch den Vormarsch des Online-Riesen Stellen im stationären Einzelhandel verloren gingen. Kritiker bemängeln zudem, dass Amazon beim Bau von neuen Lagern Steuererleichterungen und andere Subventionen kassiert habe, die ihr Geld nicht wert waren. Denn dort werden vor allem gering bezahlte und oft befristete Jobs geschaffen.

Josh Olson, Analyst bei Edward Jones, sagt, dass der Schritt von Amazon ein gefährliches Signal aussenden könne. „Es ist merkwürdig, dass die größten und erfolgreichsten US-Konzerne sich vor einem republikanischen Präsidenten verbeugen müssen, wenn die Partei traditionell unternehmensfreundlich ist“, sagt er. „Ich glaube nicht, dass das langfristig ein gesundes Klima ist, wenn ein Präsident öffentlich Firmen an den Pranger stellt.“

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  • Merkt eigentlich niemand, wie lächerlich das alles ist!
    Früher war eben doch nicht alles schlechter.

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