Jesuitenpater Lay befragte Unternehmenslenker
McKinsey ist stärkste Marke der Beraterwelt

McKinsey ist nicht nur das größte Beratungsunternehmen in Deutschland, sondern aus Sicht von Unternehmen auch die stärkste Marke. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Managementberaters und Jesuitenpaters Rupert Lay und des Personal- und Markenberaters Frank Höselbarth.

tel FRANKFURT/M. Die Autoren haben einen Index entwickelt, mit dem sich die Markenstärke von Unternehmensberatungen ermitteln lässt. Der Index basiert auf der Annahme, dass Bekanntheit, ein guter Ruf und zählbare Erfolge ein Beratungsunternehmen zu einer Marke bei den Kunden machen.

Lay und Höselbarth befragten dazu in Juli und August Führungskräfte aus 121 mittelgroßen und großen deutschen Unternehmen, den Autoren zufolge ein repräsentativer Querschnitt aus allen Branchen. Die Firmenlenker sollten beantworten, welche Unternehmensberatungen ihnen bekannt seien, inwieweit eine Beratungsleistung ihr Betriebsergebnis gesteigert hat und ob der Ruf der Beratungen eher positiv oder negativ sei.

Dabei schneidet das größte deutsche Beratungsunternehmen McKinsey im Gesamtergebnis am besten ab, weil es von den Unternehmen in punkto Bekanntheit und Steigerung des Betriebsergebnisses die höchsten Punktzahlen bekam. Was den Ruf anbelangt, so liegt die Boston Consulting Group noch vor McKinsey.

Markenberater Höselbarth begründet den Nutzen des neuen Indexes damit, dass er die Leistung der Unternehmensberatungen aus der Sicht der Kunden ermittelt. In der Kategorie „Steigerung des Betriebsergebnisses“ folgen auf McKinsey die Berater von Droege, der Boston Consulting Group, Accenture und A.T. Kearney.

Was den Ruf der Unternehmensberatungen anbelangt, so ist die Meinung bei den Führungskräften in der Wirtschaft durchaus geteilt. Am meisten scheiden sich die Geister laut Untersuchung bei McKinsey, Roland Berger Strategy Consultants, Droege und Accenture. Höselbarth erklärt das unter anderem damit, dass Unternehmensberater in der Vergangenheit viele Restrukturierungsprojekte begleitet haben. Dabei mussten sie methodisch die Rolle der „Bad Guys“ spielen, um die Autorität zu behalten. „Arrogantes Verhalten wirkt dabei allerdings immer Image zerstörend“, sagt Höselbarth.

In den Höselbarth-Lay-Index, der künftig alle zwei Jahre erhoben werden soll, sind sowohl Management- wie auch Systemintegrations- und Informationstechnologie-Beratungen einbezogen. Die fünf führenden Beratungsmarken sind danach: McKinsey, Boston Consulting, A.T. Kearney, Roland Berger und Accenture.

Quelle: Handelsblatt

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