Juweliere
Die Deutschen lieben teuren Schmuck

Auf den deutschen Gabentischen wird es zu Weihnachten erneut glänzen und blinken. Die Deutschen lieben und kaufen Schmuck - ganz zur Freude der heimischen Juweliere. Deren Umsätze werden in diesem Jahr erneut steigen. Der hohe Goldpreis schreckt nicht ab, er fördert aus Sicht von Experten den Absatz sogar.
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DÜSSELDORF. Vor allem höherwertige Schmuckstücke seien in diesem Jahr sehr gefragt, sagt Joachim Dünkelmann, Geschäftsführer des Bundesverbands der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte (BJV). Dies zeige sich besonders im gerade laufenden Weihnachtsgeschäft, auf das bis zu 40 Prozent des gesamten Jahresumsatzes der Branche entfallen.

Umsatz steigt um sechs Prozent

Insgesamt erwartet der Verband, der über 9 000 Einzelhandelsunternehmen vertritt, für das laufende Jahr einen Umsatzanstieg um rund sechs Prozent. 2009 hatten die Bundesbürger bereits 4,6 Milliarden Euro für Schmuck und Uhren ausgegeben.

Wie schon im Vorjahr stehen die deutschen Juweliere damit erneut besser da als ihre Konkurrenz. "Die stabile Entwicklung der Branche überrascht", sagt Dünkelmann. Denn in der Schmuck- und Uhrenbranche in anderen europäischen Ländern wie Spanien, Frankreich oder Großbritannien sehe es mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung nicht so gut aus.

Selbst die rekordhohen Goldpreise haben die Kauflust hierzulande nicht gedämpft. Ganz im Gegenteil: "Die neuen Rekorde führen dazu, dass auch bei Schmuck das Wertempfinden steigt", sagt der BJV-Experte. Grundsätzlich gelte zwar, dass "Schmuck kein Renditeobjekt ist", doch steigere der hohe Wert des Materials die Kaufbereitschaft. Selbst wenn der Käufer seinen Schmuck einschmelzen muss, bietet Gold eben immer noch einen Gegenwert.

Das Edelmetall Gold hat sich im laufenden Jahr um fast 30 Prozent verteuert. Mit rund 1 431 Dollar kostete eine Feinunze Gold (rund 31,1 Gramm) Anfang Dezember so viel wie nie zuvor. Vor allem die starke Nachfrage von Anlegern, die der Aktienkursentwicklung misstrauen, hat den Preis immer höher getrieben. Gefragt waren Münzen und Barren, aber auch ETF (Exchange Traded Funds). Das sind börsennotierte Fonds, die mit physischem Gold hinterlegt sind.

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