KaDeWe-Gruppe
Luxus für Berlin, Hamburg und München

Die KaDeWe-Gruppe will die Ex-Karstadt-Nobelhäuser für einen dreistelligen Millionen-Betrag aufmöbeln. Damit soll der letzte Mief aus der Karstadt-Zeit verschwinden. Schnell wird der Umbau aber nicht vonstatten gehen.

HamburgDrei renommierte deutsche Kaufhäuser bekommen ein neues Gesicht. Ein halbes Jahr nach dem Einstieg des thailändischen Warenhaus-Betreibers Central Group kündigt die KaDeWe-Gruppe an, ihre drei Luxus-Kaufhäuser umbauen zu wollen. Damit verschwindet der letzte Mief aus der Karstadt-Zeit aus dem Berliner Vorzeigekaufhaus, dem Hamburger Alsterhaus und dem Münchener Oberpollinger.
160 Millionen Euro will die Gruppe laut dem Fachmagazin „Textilwirtschaft“ in den Umbau stecken und hofft auf zusätzliche Investitionen von Partnern. Sieben bis zehn Jahre kann der Umbau demnach dauern – läuft also wohl schrittweise.
Detaillierte Pläne stellte der Betreiber für das Berliner Haus vor: Das 60 000 Quadratmeter große Haus soll demnach in vier Quadranten aufgeteilt werden, die sich um ein großes Foyer gruppieren. Darüber soll eine Glaskuppel mit Dachterrasse gespannt werden. Einer der Architekten hinter dem Konzept ist Rem Koolhaas, bekannt etwa durch das CCTV-Gebäude in Peking.

Auch die Präsentation in dem Gebäude soll laut der Ankündigung moderner werden – jeweils mit modernen Marken und „Pop-up-Stores“.
An der KaDeWe-Gruppe ist der Karstadt-Investor Signa des Österreichers Rene Benko noch mit 49,9 Prozent beteiligt. Die drei Luxus-Häuser, für die Benko den thailändischen Co-Investor gefunden hat, galten als attraktivster Teil von Karstadt. Inzwischen ist er vom den übrigen Warenhäusern der krisenerfahrenen Kette unabhängig.

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