Käufer für Gambro-Sparte gesucht
FMC schaut nach Schweden

Der Dialyse-Anbieter Fresenius Medical Care ist offenbar an Teilen des Klinikgeschäfts von Gambro interessiert. Die Eigentümer von Gambro sollen eine Investmentbank beauftragt haben, Käufer für die Sparte zu suchen. Analysten bezweifeln jedoch, dass es schnell zu einer Übernahme kommt.

FRANKFURT / STOCKHOLM. Für Fresenius Medical Care (FMC) bietet sich möglicherweise eine Gelegenheit, das Dienstleistungsgeschäft außerhalb der USA zu stärken. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg haben die Gesellschafter des Wettbewerbers Gambro die Investmentbank Goldman Sachs mit der Suche nach einem Käufer für das internationale Klinikgeschäft beauftragt. Das Unternehmen gehört seit 2006 einer Investorengruppe um die schwedische Familie Wallenberg.

FMC und Gambro bieten Produkte und Dienstleistungen für die Blutwäsche (Dialyse) bei Patienten mit chronischem Nierenversagen an. Das weltweite Marktvolumen wird in der Branche auf 43 Mrd. Dollar geschätzt. In den USA hat sich das Wachstum auf etwas unter fünf Prozent eingependelt. In China steigt die Zahl der Patienten um etwa zehn Prozent im Jahr.

FMC ist mit einem Umsatz von zuletzt 8,5 Mrd. Dollar Weltmarktführer bei Dialyse-Produkten und -Dienstleistungen. Gambro hatte bereits vor zwei Jahren sein US-Klinikgeschäft an den Wettbewerber Davita verkauft. Die verbleibenden 160 Kliniken liegen in Asien, Europa und Lateinamerika. Die Preisvorstellung der Verkäufer soll bei etwa 800 Mill. Dollar liegen.

Im Umfeld von FMC hieß es, dass die Verkaufsabsichten in der Branche schon seit längerem bekannt seien. Ein Teil der Gambro-Kliniken in Asien und Osteuropa seien für FMC strategisch auch durchaus interessant. Ein Kauf der gesamten Sparte käme für FMC jedoch wegen ihres Engagements in Lateinamerika nicht in Frage, weil FMC dort bereits stark vertreten ist.

Auch das Gebot eines anderen Wettbewerbers hält man bei FMC für eher unwahrscheinlich, da sich die meisten bislang auf den US-Markt beschränken. Daher werde die Sparte als ganzes wahrscheinlich nur an einen anderen Finanzinvestor verkauft werden können. Für eine offizielle Stellungnahme war gestern bei FMC jedoch niemand zu erreichen.

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