Kaffee-Magnat Schultz zieht sich zurück
Will Mr. Starbucks bald Mr. President werden?

Talentiert, politisch engagiert, sozial verantwortlich: Starbucks-Chef Howard Schultz ist eine Ausnahmeerscheinung von einem Manager. Nun gibt er den Vorsitz ab. Das nährt Spekulationen über einen Wechsel in die Politik.
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DüsseldorfLange hat Howard Schultz über seinen Abschied nachgedacht, alles genau vorbereitet, den Nachfolger ausgewählt und vorbereitet. Jetzt ist es Zeit für den großen Schritt: Der Starbucks-Chef wird Anfang April den Vorstandsvorsitz an Kevin Johnson abgeben, der derzeit das operative Geschäft des Kaffee-Riesen leitet.

Für den Konzern aus Seattle mit seinen 25.000 Filialen in 75 Ländern, ist das eine Zäsur. Schultz hat Starbucks von einem kleinen Unternehmen, das in Seattle Kaffeebohnen verkaufte, zur weltgrößten Kaffeehauskette gemacht, mit zuletzt 21,3 Milliarden Dollar Umsatz.

Der große, schlaksige Mann mit dem strahlenden Lächeln und der sanften Stimme ist kein gewöhnlicher Konzernmanager. Wie kein anderer hat er sich und den Konzern in politische und soziale Themen eingemischt. Nach den Unruhen in den Südstaaten forderte er seine Baristas in den USA auf, mit den Kunden über Rassismus zu diskutieren. 2011 überzeugte er andere US-Konzerne, alle politischen Spenden einzufrieren, bis sich die Parteien in Washington auf einen neuen Haushalt einigen würden.

In der Debatte um zu hohe Studienkredite initiierte Schultz ein eigenes Programm, mit dem er seinen Teilzeitkräften einen Bachelor-Abschluss finanziert. Schon früh in der 31-jährigen Geschichte des Unternehmens führte er eine Krankenversicherung ein, die auch die Teilzeitkräfte abdeckt – in den USA ist das ungewöhnlich großzügig.

„Wenn sich Unternehmen nur auf ihre Profitabilität konzentrieren, dann ist das ein schwaches Ziel“, erklärte er vor ein paar Jahren in New York, als er eine neue Filiale in einer rauen Gegend in Harlem eröffnete. „Vor allem die Manager von börsennotierten Unternehmen werden feststellen müssen, dass sie nur dann wirklich erfolgreich sein können, wenn sie ihren Erfolg teilen.“

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  • Nach dem, was man hier liest, dürfte der Mann als Geschäftsmann so ziemlich der exakte Gegenentwurf zum Modell Trump sein.

    Dies legt jedenfalls seine Aussage "Vor allem die Manager von börsennotierten Unternehmen werden feststellen müssen, dass sie nur dann wirklich erfolgreich sein können, wenn sie ihren Erfolg teilen“ nahe. Schade, dass es immer viel zu lange dauert, bis sich solche Erkenntnisse wirklich überall herumgesprochen haben.

    "Sein Rückzug nährt auch Spekulationen, ob Schultz in vier Jahren für das Amt des US-Präsidenten kandidieren will – „Ich (…) habe keine Pläne, mich für ein politisches Amt zu bewerben“ .“

    Das Thema steht ja aktuell auch nicht zur Debatte. Und wie es diesbezüglich in vier (oder auch nur ein bis zwei Jahren) aussehen wird, leider noch in den Sternen.

  • Dann gebt dem Mann doch einfach eine Chance! (bevor die etablierten Parteien Trump dazu nutzen, dass Thema "Quereinsteiger" komplett zu diskreditieren.

    Besser so jemand, als z.B. den CEO AB Inbev, den wen man hört trinkt man nur noch Bier kleiner Brauereien (die zudem nicht unter dem Deckel des Reinheitsgebots Plastik ins Bier kippen (PVPP) und uns das als tolle Sache verkaufen). Wobei ich auch gerne den kleinen Kaffeeröstereien eine Chance gebe!

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