Kaffeehauskette schließt Filialen
Starbucks spart in Australien

Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat sich einen rigiden Sparkurs verordnet. Den bekommen jetzt die Mitarbeiter in Australien zu spüren. Dort will Starbucks binnen kürzester Zeit mehr als zwei Drittel der Filialen schließen.

HB SYDNEY. Durch die Schließungen, die bereits bis Ende dieser Woche vollzogen werden sollen, verlieren fast 700 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze, wie Starbucks am Dienstag in Sydney mitteilte. Grund für den Schritt sei, dass die Filialen "hinter den Zielen zurückgeblieben" seien. Weitere Schließungen außerhalb der USA seien nicht geplant. Anfang Juli hatte Starbucks den Abbau von 600 Filialen in den USA angekündigt.

In Australien gibt es bislang 84 Starbucks-Läden, von denen laut Unternehmensangaben bis zum 3. August 61 geschlossen werden sollen. Lediglich in den drei größten Städten Sydney, Melbourne und Brisbane sollen 23 Filialen erhalten werden.

Starbucks musste nach Jahren scheinbar ungebremsten Wachstums zuletzt öfter Moll-Töne anstimmen - nicht zuletzt, weil viele Wettbewerber das Konzept erfolgreich imitierten. Zudem machten sich die in der jüngsten Zeit eröffneten Starbucks-Filialen häufig Konkurrenz.

Neben der raschen Expansion, die mittlerweile ihre Grenzen erreicht zu haben scheint, belastet auch die Konjunkturabkühlung in den USA die Geschäfte der Kaffeehauskette. Firmenchef Howard Schutz hatte erst jüngst daraufhingewiesen, dass der sinkende Konsum der US-Bürger das Ergebnis des Unternehmens belaste. Starbucks will deshalb im kommenden Geschäftsjahr auch nur knapp 200 neue Geschäfte und damit halb so viele eröffnen wie ursprünglich geplant. Die Pläne für 2010 änderte das Unternehmen dagegen nicht.

Starbucks ist nach eigenen Angaben mit über 16 000 Filialen der weltweit führende Anbieter, Röster und Vermarkter von Spezialitätenkaffee. Gut 7 200 Geschäfte betreibt Starbucks in den USA und rund 1 860 im Ausland in Eigenregie. Der Rest wird mit Franchise-Partnern betrieben.

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