Kaffeehauskette
Starbucks schreibt wieder schwarze Zahlen

Bei Starbucks ist endlich wieder nicht nur der Kaffee schwarz, sondern auch die Zahlen. Im zweiten Quartal hat sich die harte Sanierung ausgezahlt. Trotz Preissenkungen sprang so ein kleiner Gewinn heraus.

HB SEATTLE. Die weltgrößte Kaffeehauskette Starbucks macht auf ihrem Sanierungskurs Fortschritte und ist wieder deutlich in den schwarzen Zahlen. Durch scharfe Einschnitte bei Jobs und Kosten verdiente der US-Konzern in seinem Ende Juni abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal knapp 152 Mio. Dollar. Ein Jahr zuvor war noch ein Verlust von knapp sieben Mio. Dollar angefallen.

Der Umsatz fiel allerdings nochmals um fast sieben Prozent auf 2,4 Mrd. Dollar, wie Starbucks am Dienstag nach US-Börsenschluss in Seattle (US-Bundesstaat Washington) bekanntgab. Mit seinem Umsatz lag das Unternehmen knapp über den Erwartungen der Analysten, der Gewinn übertraf sie klar. Die Aktie stieg nachbörslich um rund zehn Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr 2008/2009 (30.9.) rechnet Starbucks mit einem Gewinn je Aktie von 0,44 bis 0,45 Dollar. Um Sondereffekte bereinigt soll er bei 0,74 bis 0,75 Dollar liegen und damit höher als von Experten zuletzt erwartet.

Starbucks musste nach einer zu schnellen Expansion in der Krise massiv auf die Bremse treten. Um in die Erfolgsspur zurückzukehren, schließt Starbucks gerade fast 1000 schlecht laufende Filialen vor allem in den USA und eröffnet weltweit viel weniger neue Läden als zuvor geplant. Tausende Stellen wurden gestrichen. Zuletzt betrieb der Konzern weltweit rund 16 700 Läden.

Neben der Wirtschaftskrise macht der Kette die zunehmende Konkurrenz etwa von McDonald's mit Kaffee zu niedrigeren Preisen zu schaffen. Starbucks reagierte mit Preissenkungen und neuen Produkten.

In einem Laden am Konzernsitz in Seattle wagt Starbucks gerade ein Experiment mit Wein und Bier im Ausschank. Er trägt zudem nicht mehr den weltweit verbreiteten Namen der Kette, sondern ist individuell nach der Straße benannt: 15th Avenue Coffee and Tea.

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