Kantinen-Versorger Apetito
Rinderroulade treibt das Wachstum

Apetito baut auf das Lieblingsgericht der Senioren: Das Geschäft in Pflegeheimen soll weiter wachsen. Doch nicht überall läuft es für den Kantinengericht-Hersteller so gut. Der Markt für Essen auf Rädern ist umkämpft.
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DüsseldorfCurrywurst mit Pommes, Hühnerfrikassee und Rinderroulade mit Rotkohl – das sind die Wachstumsbringer von Apetito. Die Lieblingsgerichte von Berufstätigen, Schülern und Senioren verhalfen dem Kantinen- und Tiefkühlgerichthersteller zu einem Zuwachs im vergangenen Jahr.

Der Konzerngewinn nach Steuern stieg um 15 Prozent auf 24,6 Millionen Euro, wie Apetito am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Auch beim Umsatz legte das Unternehmen aus dem westfälischen Rheine zu – um knapp sechs Prozent auf 564 Millionen Euro. Dazu kommen 146 Millionen Euro Umsatz der Apetito Catering-Gesellschaft, die separat ausgewiesen wurden. „Wir konnten unseren Wachstumskurs fortsetzen“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Düsterberg.

Für das Geschäftsjahr 2013 gab der stellvertretende Vorstandschef Guido Hildebrandt einen stabilen Ausblick. Im ersten Quartal habe der Umsatz im Vorjahresvergleich leicht zugelegt, im zweiten Halbjahr wolle man an Fahrt aufnehmen.

Für die Zukunft sieht das Familienunternehmen gute Chancen auf weitere Zuwächse in der Gemeinschaftsverpflegung. Die Alterung der Gesellschaft spielt Apetito dabei in die Karten. Bereits jetzt gehört die Verpflegung von Bewohnern in Pflegeheimen und Patienten in Kliniken zu den größten Wachstumsbereichen des Unternehmens mit einem zweistelligen Umsatzplus im vergangenen Jahr. Daneben beliefert Apetito Betriebsrestaurants sowie Kantinen von Schulen und Kindertagesstätten. 275.000 Kinder und Jugendliche täglich würden Mahlzeiten des Unternehmens zu sich nehmen, sagte Hildebrandt.

Punkten will Apetito mit natürlichen Zutaten und dem Verzicht auf Geschmacksverstärker. Beim Essen für Schüler wurden verstärkt vegetarische Gerichte und Soja-Produkte ins Sortiment aufgenommen. In Kindertagesstätten hat der Hersteller eine Portionsschale aus Papier eingeführt. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, vom Image des minderwertigen Fertigessens wegzukommen. Düsterberg betonte: „Von den jüngsten Lebensmittelskandalen waren wir sämtlich nicht betroffen.“

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