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Karstadt-Quelle kann mit Banken-Hilfen rechnen

Weihnachten kann kommen: Der sanierungsbedürftige Karstadt-Quelle-Konzern kann offenbar vorerst auf die Unterstützung seiner Gläubigerbanken setzen. Aus Bankenkreisen hieß es, der Konzern erhalte die nötigen Mittel zum Einkauf der wichtigen Weihnachtsware

HB DÜSSELDORF. Unterdessen bahnt sich die Veräußerung eines bedeutenden Teils der zum Verkauf stehenden Bereiche von KarstadtQuelle an. Das Grevener Logistikunternehmen Fiege bekundete sein Interesse an großen Teilen der Logistiksparte. Allerdings ist auch die Deutsche Post daran interessiert. Karstadt-Quelle wollte sich dazu nicht äußern, aus Unternehmenskreisen hieß es aber, es sei noch nichts entschieden.

Aus dem Umfeld der Gläubigerbanken hieß es, die Banken hätten die erforderlichen Kredite für den Einkauf der Ware für das Weihnachtsgeschäft zugesichert. Das Unternehmen könne auf seine üblichen Kreditlinie zurückgreifen, um die Waren zu beschaffen. Eine Bedingung dafür sei aber, dass das angeschlagene Unternehmen ständig in engem Kontakt mit den Gläubigern bleibe. Mit Blick auf finanzielle Engpässe bei KarstadtQuelle hieß es: „Die Situation kann gelöst werden.“ Am Vortag hatte Reuters aus Kreisen der Gläubiger erfahren, dass sie bis Weihnachten still halten wollten. Die zeitlich kurze Kreditlinie des Essener Konzerns solle auf 1,75 Mrd. Euro von bislang 1,6 Mrd. Euro erhöht und die Laufzeit zugleich verlängert werden.

Nach dem bereits vereinbarten Verkauf größerer Teile seiner IT-Sparte Itellium steht Karstadt-Quelle nun offenbar vor der Veräußerung eines noch bedeutenderen Bereichs, der Logistik. Der Grevener Logistikunternehmer Hugo Fiege sagte Reuters: „Es laufen Gespräche zwischen Fiege und dem Karstadt-Quelle-Konzern zur Übernahme bedeutender Teile.“ Zum Stand der Gespräche wollte er sich nicht äußern. Einzelheiten sollten auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Greven erläutert werden.

Ein Sprecher des Essener Handelskonzerns wollte sich nicht zu den Namen der Interessenten äußern. Er machte aber deutlich, dass es mehr als einen Interessenten gebe und sich somit womöglich ein Bieterwettstreit entwickelt: „Das Interesse wächst. Es gibt offenbar mehrere Interessenten für die Sparte, die in der Branche als hoch attraktiv eingestuft wird.“

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