Kapazitätsreduzierung und Konjunkturschwäche
Lufthansa flog im Juni wieder weniger Passagiere

Nach zuvor wieder ermutigenden Anzeichen hat die Deutsche Lufthansa im vergangenen Monat einen Rückschlag bei ihren Verkehrszahlen verzeichnet.

Reuters FRANKFURT. Sowohl die Zahl der Fluggäste als auch die Auslastung der Passagiermaschinen gingen im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück, teilte die Lufthansa am Mittwoch in Frankfurt mit. Dafür verantwortlich gewesen seien die Kapazitätsreduzierungen sowie die anhaltende internationale Konjunkturschwäche, hieß es. Im gesamten ersten Halbjahr flog die Lufthansa indes mehr Passagiere als vor einem Jahr.

Um zwei Prozent auf rund 3,9 Mill. Passagiere ging die Zahl der Fluggäste im vergangenen Monat zurück. Die im so genannten Sitzladefaktor ausgedrückte Auslastung der Passagiermaschinen sank um 0,5 %punkte auf 76,2 %. Die Lufthansa hatte ihre Kapazitäten im Zuge der internationalen Luftfahrtkrise zwar deutlich nach unten angepasst. Dennoch überstieg das Flugangebot die Nachfrage nach Tickets, wie es hieß.

Die Lufthansa hatte noch im Mai Passagierzahlen sowie Auslastung steigern können und mitgeteilt, dass die Talsohle zumindest bei den Verkehrszahlen durchschritten sein könnte. Die internationale Luftfahrt wird von der weltweiten Konjunkturschwäche, der Angst vor Terrorakten sowie zuletzt auch den Auswirkungen der Lungenkrankheit SARS seit Monaten schwer belastet. Vor allem in Richtung Asien gingen die Passagierzahlen der Lufthansa auf Grund der SARS-Krise allein im Juni um fast 20 % zurück. Das wichtige Nordamerika-Geschäft verzeichnete indes klare Zuwächse.

In den gesamten ersten sechs Monaten lag die Zahl der Fluggäste bei der Lufthansa mit 21,6 Mill. Kunden immerhin noch um 2,6 % über dem Vorjahreswert. Allerdings fiel hier die Auslastung mit 71,9 % um fast zwei Prozentpunkte geringer aus als im ersten Halbjahr 2002. Grund war auch hier ein Angebotsüberhang.

Das konjunktursensible Frachtgeschäft der Lufthansa entwickelte sich sowohl im Juni als auch im ersten Halbjahr deutlich schwächer als 2002. Das Frachtaufkommen ging um 5,4 % auf 130 000 Tonnen beziehungsweise für die ersten sechs Monate zusammengerechnet um 4,4 % auf 767 000 Tonnen zurück. Die Auslastung der Cargo-Maschinen sank in der ersten Jahreshälfte um 2,4 %punkte auf 64,8 %.

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