Karstadt-Eigner Wie Benko die Kaufhof-Übernahme stemmen will

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Ein Großaktionär zum Riechen
Die beste Zeit für Schnäppchenkäufe
Der Sparkalender
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Wann spart es sich am besten? Die Binsenweisheit lautet: antizyklisch kaufen, also den Wintermantel im Sommer. Das Preisvergleichsportal „Schnäppchenfuchs“ liefert nun Fakten. Basierend auf allen Angeboten, die sie 2016 gelistet hatten - insgesamt 11.000 Artikel - haben sie einen Schnäppchenkalender für 2017 abgeleitet.

Quelle: Schnaeppchenfuchs.com, Sparkalender 2017

Januar: Kameras und Rasierer
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Im Januar sind demnach Kameras und Rasierer besonders günstig zu haben. Es gab 31 Prozent mehr Angebote zu Kameras als im nächststärkeren Monat. Bei Rasierern verhält es sich ähnlich – sogar bis in den Februar hinein.

Februar: Kopfhörer, Lautsprecher, Fitness-Tracker
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Der Februar ist für Schnäppchenjäger einer der besseren Monate. Bei Kopfhörern gab es im vergangenen Jahr 35 Prozent mehr Angebote als im nächststärkeren Monat. Auch Bluetooth-Boxen waren günstig. Wer sich körperlich betätigen und das nachhalten möchte, für den empfiehlt es sich, im Februar den Fitness-Tracker zu kaufen.

Auch bei Kleidung lohnt sich der Kauf im Februar: Im Vergleich zum Januar gab es 42 Prozent mehr Schnäppchen.

März: eBook-Reader, Fitness-Tracker, Sommerreifen
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Für Vielleser könnte sich der Kauf eines eBook-Readers lohnen. Besonders günstig sind sie im März. Bei Sommerreifen ist das ähnlich – damit entkräften die Autoren die Theorie, Sommerreifen seien im Winter besonders günstig.

April: Smartphones & Tablets, Grills, Kaffeemaschinen
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Ende Februar und Anfang März findet der Mobile World Congress statt – das wirkt sich besonders auf die Preise für Smartphones und Tablets aus und sorgt für zahlreiche Angebote. Ebenso fallen die Preise von Kaffeemaschinen und Grills.

Mai: Fernseher, Fahrräder, Rasenmäher
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Wer an antizyklisches Kaufverhalten glaubt, wird im Mai enttäuscht. Entgegen der Erwartung sind Fahrräder und Rasenmäher kurz vor dem Sommerstart besonders preiswert. Auch Fernseher und alles für das Heimkino sind im Mai günstiger.

Juni: Auto, Rucksäcke, Beamer
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Im Juni sollte man Zubehör für das Auto kaufen, empfiehlt der Schnäppchenfuchs. Radios oder Motoröl sind im Juni so günstig wie das ganze Jahr über nicht. Den Kauf von Rucksäcken und Beamern empfehlen die Autoren ebenfalls.

Wer durch die Zentrale des Immobilienkonzerns Signa im Palais Harrach in der Wiener Innenstadt geht, der kann den Großaktionär manchmal riechen. Ein leichter Hauch von Zigarre, der in den Fluren liegt, verrät: Benko war hier, und wahrscheinlich hatte er wieder eine lange anstrengende Nacht. Anstrengende, durchgearbeitete Nächte dürfte es im Leben von René Benko in den vergangenen Jahren viele gegeben haben. Mit 17 Jahren brach der Sohn eines Gemeindebeamten und einer Erzieherin die Schule ab. 1999, mit Anfang 20, gründete er seine erste Firma. Er kaufte, so will es jedenfalls die Legende, zwei Dachböden, die er zu Luxusapartments umbaute.

Die Säulen seiner Unternehmensgruppe bilden heute zwei Gesellschaften: Die Signa Holding hält Anteile an Firmen, die im Immobiliengeschäft sind. Hier ist auch Karstadt angesiedelt. Rund 85 Prozent gehören der Familie Benko Privatstiftung. Die restlichen Anteile halten Ernst Tanner, Verwaltungsratspräsident des Schokoladenherstellers Lindt&Sprüngli, und Torsten Toeller, Gründer der Tierbedarfskette Fressnapf.

Zweite Kerngesellschaft im Benko-Reich ist die Signa Prime AG, die viele bekannte Immobilien besitzt und nach eigenen Angaben auf ein Bruttovermögen von 8,5 Milliarden Euro kommt. Größter Aktionär war Anfang Oktober mittelbar die Signa Holding. Die restlichen Anteile verteilen sich auf namhafte Persönlichkeiten wie den Ex-Rennfahrer Niki Lauda oder Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner und institutionelle Investoren wiedie deutsche RAG Stiftung.

Weggefährten von Benko beeindruckt vor allem, dass er sich was traut - zum Beispiel die taumelnde Warenhauskette Karstadt von Niklas Berggruen zu übernehmen. Benko machte den erfahrenen Handelsmanager Stephan Fanderl zum Vorstandschef. Ein Glücksgriff bis dato.

Fanderl richtete Karstadt neu aus, strich rund 3000 Stellen und sperrte drei Filialen zu. Parallel etablierte der ehemalige Metro- und Rewe-Kader ein Warensystem, mit dem besonders ertragreiche Produkte identifiziert und die Auswahl besser auf die Bedürfnisse vor Ort angepasst werden kann. Als Benko 2014 übernahm, machte Karstadt vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 86 Millionen Euro Verlust. Im laufenden Geschäftsjahr soll das Ebitda nach Informationen der WirtschaftsWoche mit 87 Millionen Euro positiv sein. Während 2014 noch 30 der damals 82 Häuser Geld verbrannten, ist es heute noch ein Haus, zeigen interne Daten. Erstmals seit Jahren schreibt Karstadt wieder schwarze Zahlen. „Wir haben alle Versprechen gehalten“, heißt es aus der Führungsriege.

Nicht nur Meisterwerke
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1 Kommentar zu "Karstadt-Eigner: Wie Benko die Kaufhof-Übernahme stemmen will"

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  • Die Dame und die Herren Redakteure müssen doch wissen, dass ein nicht wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen, nicht dadurch witschaftlich wird, dass man es einfach so unwirtschaftlich weiter wirtschaften lässt. Deshalb ist das Dauergejammer um Arbeitsplätze vollkommen fehl am Platz. Die überzähligen Mitarbeiter sind heute schon verkappte Arbeitslose und je länger sie es sind, desto schmerzhafter wird der Einschnitt, wenn das Ende kommt. Karstadt ist auf dem Weg und Kaufhof mag sich dem anschließen. Ansonsten droht zunächst ein Schrecken ohne Ende, der aber doch schrecklich enden würde. Wer hat hier Fragen und welches Interesse diese zu stellen?

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